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2. Teil Zubehör

- Alarmanlage

Seit mehr als 15 Jahren fahren wir campen, erst mit PKW und Zelt, später mit unserem VW Bus. Nie wurden wir bestohlen oder das Auto aufgebrochen. In 2002 hatten wir, da unser WOMO noch nicht da war, ein Mietwohnmobil. In Frankreich wurde uns dieses auf einem Supermarktparkplatz während unseres Einkaufes aufgebrochen.

Im Herbst 2002 wurde dann unser WOMO auf einem Parkplatz in Freiburg aufgebrochen, während wir 100m entfernt in einer Pizzeria zu Abend aßen. Beide male kamen die Diebe über die Aufbautür. Beim ersten mal wurde das Schloß mit Gewalt geöffnet, beim zweiten mal war noch nicht einmal eine Beschädigung zu sehen. Wir beschlossen deshalb aufzurüsten. Zunächst mit einer Alarmanlage, die die Türen und per Ultraschall auch den Innenraum überwacht. Der Einbau war allerdings komplizierter als gedacht. Da wir über keine Pläne des Ford verfügten, war es schwierig die genaue Verschaltung der Zentralverriegelung herauszufinden. Die Anlage musste an Dauerplus, die Zentralverriegelung, Masse, die Hupe, Klemme 15, die Fahrzeuginnenbeleuchtung angeschlossen werden. Da mussten wir aufgeben und den Boschdienst bemühen. Der Einbau der Anlage war dann allerdings teuerer als die Anlage selbst.. Den Anschluss der Türen im Wohnteil habe ich dann wieder selbst übernommen. Außerdem haben wir die Türen mit einem

Sicherheitszusatzschloss

gesichert. Der Einbau ist recht einfach und in ca. 15 min selbst gemacht. Das einzig knifflige ist, den Einbauort des Schlosses richtig zu wählen, damit die Verriegelung auch ein Gegenlager hat.

- Zusatzwassertank

Bei 6 Personen und 4 kleinen Kindern ist der Wasserverbrauch recht hoch. Es müssen öfters mal verschmierte Kindergesichter oder Hände gewaschen werden. Abends sind die lieben Kleinen meistens so verdreckt, dass nur noch eine kurze Dusche hilft. Da wir ja meistens frei stehen, ist da also die Womo- eigene Dusche gefordert. Da kommt einiges an Wasserverbrauch zusammen. Der eingebaute 120 l Wassertank reicht da nur mit Mühe länger als 2 Tage. Um auch mal etwas länger an einem Ort stehen zu können, bzw nicht ganz so arg mit dem Wasser geizen zu müssen, entschieden wir uns, auch hier aufzurüsten. Klar war dabei, das der Zusatztank unterflur montiert werden muss,

da wir den wenigen Stauraum im Womo für uns 6 Personen dringend brauchen. Auf Wintertauglichkeit kann dabei verzichtet werden, da wir sowieso nur in der frostfreien Zeit campen. So wurde zunächst ein Zusatztank gesucht, der unterflur montiert werden kann, ohne die Bodenfreiheit einzuschränken. Bei Fiamma wurden wir fündig und erwarben einen 70 Liter Tank. Bei der Montage ist das Gewicht des gefüllten Tanks von ca 80 kg zu beachten. Eine Montage einfach am Holzfussboden war uns zu unsicher. 2 Metallausleger wurden daher mit dem original Fahrzeugleiterrahmen verschraubt, an diesen wiederum der Tank Damit trägt das Gewicht der Fahrzeugrahmen und nicht der Wohnaufbau. Als nächstes Problem musste die Frage der Befüllung des Zusatztankes geklärt werden. Eine Befüllung über den Originalbefüllstutzen schied aus folgenden Gründen aus:  Dazu hätte eine 40 mm dicke Leitung zum Zusatztank gelegt werden müssen, außerdem würde dann der Zusatztank "automatisch" immer mit gefüllt. Wir wollen den Tank aber nur nach Bedarf, also wenn wir länger stehen wollen, oder die ganze Familie abends duschen will, füllen.

Als weitere Variante wurde der Einbau eines 2 Tankstutzen überlegt. Das hätte jedoch den Nachteil gehabt, dass dann 2 mal getankt werden müsste und auch noch auf beiden Fahrzeugseiten. Auch schreckte uns das mit 8 cm riesige Loch für den Tankstutzen in der Fahrzeugwand bzw - boden.

Die Lösung sah daher so aus:

Der Zusatzwassertank wird an die Wasserversorgung des WOMO angeschlossen. Öffnet man ein Ventil pumpt die Pumpe Wasser aus dem Haupttank in den Zusatztank. Ist dieser voll, schließt man das Ventil von Hand wieder. Wird nun der Haupttank leer, wird das Wasser vom Zusatztank wieder in den Haupttank gepumpt. Dies besorgt ein Schalter, der von Hand betätigt wird. Dazu sind lediglich Schlauchleitungen von der Pumpe zum Zusatztank bzw Haupttank zu führen. Dies konnten wir über bestehende Öffnungen unterflur realisieren. Damit die Kids nicht immer die Pumpe aus- und einschalten, ist der Pumpenschalter abschließbar.

- Wasserverbrauchsanzeige

Die Anzeige des Wasservorrates wurde von uns als sehr ungenau empfunden, da sie nur 1/3, 2/3 und 3/3 anzeigen kann. Von 3/3 zu 2/3 sind es nur ca 3-5 Liter, von 1/3 zu leer geht es sehr schnell. Also zeigt die Bordunit eigentlich immer 2/3 an, wenn es auf 1/3 fällt, muss sehr bald nachgetankt werden. Um hier zukünftig genauer über den Wasservorrat informiert zu sein, haben wir einen Durchflußmesser nachgerüstet. Dieses Gerät zeigt auf den Liter genau die aus dem Wassertank entnommene Menge an. Damit lässt sich der Restvorrat leicht errechnen. Zum Einbau mussten Kabel von der Bordcontrolunit zur

Wasserpumpe gelegt werden. Dabei hatten wir, wie bei der Rückfahrkamera auch schon, wieder den Ehrgeiz, dass keine Kabel sichtbar sein sollten. Das Kabel verläuft von der Bordanzeige im Original Holzteil neben der Tür unter den Kühlschrank durch die Sitzbank zur Wasserpumpe und ist somit nirgends sichtbar. Die Versorgungsspannung erhält die Anzeige von freien Steckplätzen der Bordunit. Direkt nach der Wasserpumpe, vor der ersten Verzweigung wurde der Sensor in die Wasserleitung eingesetzt. Der Sensor ist natürlich lebensmittelecht und wird normalerweise in Getränkeautomaten eingesetzt. Der Einbau und Anschluß ist sehr einfach, lediglich das Legen der Elektroleitung damit diese unsichtbar ist, kostet viel Zeit, da zuerst ein langer Draht durchgeschoben werden muss, mit dem dann das Kabel durchgezogen werden kann. So sieht die Anzeige aus.