Touren 2012

 

Samstag, 28.07.2012, das Womo hat Übergewicht

Nein, heute geht es noch gar nicht los in den Urlaub, wir müssen noch eine Woche arbeiten, auch wenn die Kids schon eine 1/2 Woche Sommerferien haben. Heute möchte ich das Auto wiegen, um keine Überladung zu riskieren. Nach dem Mittagessen steigen alle außer Marc und Astrid ins Womo ein, Marc liest die Radlastwaage ab, Astrid ist noch in England bei ihrer Sprachreise. Wir notieren alle Radlasten einzeln und rechnen am Schluss das Gesamtgewicht aus, 4.192 kg ohne Marc und Astrid, ohne die frischen Lebensmittel und das persönliche Reisegepäck jedes Einzelnen, wie Bücher, Nintendo oder Kamera. 4.250kg darf das Auto wiegen, das reicht nicht.

Ok, so geht das nicht, wir müssen leichter werden, nur worauf verzichten? Das Zelt bleibt da, -15kg.Der Radträger mit der darauf montierten Staukiste muss also auch daheim bleiben, -85kg. Macht zusammen ca 100kg gespart. Zusammen mit der Restzuladung von 50 kg müsste es somit für Marc und Astrid und das restliche Gepäck knapp reichen.

Nur wohin mit den sperrigen Sachen, wie Paddel, wasserdichtem Behälter fürs Paddeln, den Neoprenanzügen, der Rettungsweste etc etc. Die Paddel kommen auch noch aufs Dach, der Rest muss irgendwie im Womo einen Platz finden, mal sehen.

Gut, dass wir so rechtzeitig gewogen haben und nicht erst bei der Abfahrt.

Freitag, 03.08.12, es geht los, beinahe ein Fehlstart

Nachdem um 17.00 Uhr endlich die Arbeit in der Kanzlei geschafft ist, (die Gerichtspost kam erst gegen 16.00 Uhr und musste noch bearbeitet werden und ein Mandant kam um 16.15 Uhr auch noch) starten wir den Diesel, eine Stunde später als geplant. Wir düsen los, allerdings kann man nicht wirklich von "düsen" sprechen, nach der Unterführung in Blankenloch zieht der Wagen im 3. Gang mit Vollgas mit Mühe und Not noch 50 km/h. Auf der Landstraße nach Friedrichstal kommen wir mit Vollgas im 4. Gang auf 80 km/h. Ooh, den Fehler müssen wir finden, so wird es nichts mit den ca. 700km bis Travemünde heute Nacht. Ich fahre in Friedrichstal ab zum örtlichen Fordhändler, allerdings ist heute Freitag und es ist schon nach 17.00 Uhr. Ich öffne die Haube und suche den Fehler, der ist zum Glück schnell gefunden, der Marder hat uns wieder besucht (zum 3.Mal in 10 Jahren) und einen Unterdruckschlauch zerbissen. Ein ca. 10cm langes Stück hat er mitgenommen. Schnell sause ich zum Fordhändler, an der Ersatzteiltheke steht: Öffnungszeit bis 16.00 Uhr. Grr. Aber wir haben Glück: Ein Angestellter ist noch da und verspricht, im Lager zu schauen, ob er etwas Passendes findet. Genau den Schlauch hat er nicht, aber etwas ähnliches das wir passend machen können. Ein 5er wechselt den Besitzer und ich baue den Schlauch ein. Problem gelöst. Zum Glück hat der Marder keinen Kühlwasserschlauch zerbissen, den hätten wir nicht so einfach flicken können.

1,5 Stunden später als geplant starten wir, gegen 20.30 Uhr machen wir eine Pause. Bei der Weiterfahrt stellt Heike fest, dass wir Birgits Ausweis vergessen haben. Aber zurückfahren? Unmöglich, das würde uns mindestens 5 Stunden kosten und um 9.00 Uhr früh müssen wir an der Fähre einchecken. Das würde zu knapp. Also muss es ohne Ausweis gehen.

Samstag 04.08.12 Kurze Nacht und lange Fährüberfahrt

Gegen 2.30 Uhr kommen wir am alten Gate des Skandinavienkais an, ein Zugang ist nicht möglich, aber wir können hier gut und ruhig übernachten. Am nächsten Morgen wird Heike um 7.00 Uhr wach, wir düsen zum Hafen und stellen uns in die Checkin-Schlange. Wenige Minuten später  sind wir eingecheckt und stehen im Hafen und warten auf die Fähre. Pünktlich um 10.00 Uhr legt die Peter Pan ab, das Boot ist gut gefüllt, wegen des guten Wetters ist es aber kein Problem, im Boot einen Sitzplatz zu finden, viele sind außen.

Auf der Fähre

 

Um 17.30 Uhr legen wir in Trelleborg an und fahren nach Rydebäck, unserem heutigen Übernachtungsplatz. Die Kinder spielen Fußball, schaukeln, lernen eine Katze kennen. Später gibt es Abendessen und wir fallen alle müde ins Bett. 

Steg in Rydebäck

Edda schaukelt

 

Sonntag, 5.8.12, wir bekommen Sonnenbrand

Wir fahren nach dem späten Frühstück ca. 150km nach Varberg, dort soll ein Kite-Point sein, an dem Christian nach Möglichkeit kiten möchte. Der Parkplatz an Strand bietet ein Luxusklohaus mit Toiletten und Außenwasseranschluss. Die Kinder gehen baden, Marc und Fabian versuchen zu paddeln, leider ist die Bucht so flach, dass das Boot ständig auf Sandbänken aufsetzt.

 

Aber das Wetter ist super und Sonnenschein pur. Wir merken gar nicht, wie sonnig es ist, und haben am Abend alle Sonnenbrand. Abends spielen wir alle Völkerball, nach dem Abendessen ver- und entsorgen wir und verlassen den Parkplatz, da die Schilder dort Parkverbot nachts anzeigen. Wir wollen am Naturum übernachten, aber dort ist ein kostenpflichtiger Stellplatz, der uns mit umgerechnet ca. 15 Euro zu teuer ist. Wir suchen und finden in Varberg einen Parkplatz im Ort. Leider feiert der Kite-Point und die halbe Stadt eine große Feier, es wird sehr laut. Wir wollen aber nicht mehr umparken. Christian hat sich entschieden, heute Abend noch 2 Stunden weiter zu fahren, damit seine Kinder einschlafen und er morgen nicht mehr so viel zu fahren hat.

Kite-Versuche von Christian

 

Montag, 6.8.12, wir treffen Zankers am Mellanfrycken

Nach unruhiger Nacht starten wir, unterwegs kaufen wir ein, tanken und machen eine kurze Mittagsrast. Unterwegs regnet es stark, welch ein Unterschied zu gestern. Wir haben 350km vor uns. Gegen 16.30 Uhr erreichen wir unseren Stellplatz, Zankers und Heikes Bruder sind schon da.

Leider regnet es stark. Christian und Heike gehen trotzdem schwimmen. Lars und Theo schließen sofort Freundschaft und bauen aus Holz ein Floß. Abends sitzen wir im Womo zusammen, zuvor tippe ich den Reisebereicht der letzten 2 Tage. Außerdem teste wir den neu gekauften Internet-Stick. Leider ist die Telefonverbindung zu schwach, der Seitenaufbau dauert ewig.

 

Dienstag, 7.8.12, Baden, Boot fahren und Angeln

Das Wetter ist durchwachsen, wir nutzen Regenpausen um zu baden und mit dem Paddelboot zu fahren. Die Jungs versuchen zu angeln, leider haken sich die Blinker auf dem Boden fest und 2 mal reißt die Schnur ab. Plötzlich ist an der älteren Angel die Öse für die Schnurführung ab, die andere Angel hat einen Schnurhudel. So bin ich ununterbrochen damit beschäftigt diese Probleme zu lösen.

Am Abend machen wir ein Lagerfeuer und gehen spät schlafen.

 

Mittwoch, 8.8.12 ein Horrortag, oder Pleiten, Pech und Panne

Wir müssen dringend ver- und entsorgen. Außerdem regnet es in Strömen, also brechen wir nach dem Frühstück auf und fahren nach Sunne. Hier kaufen wir beim ICA ein, das Klohaus am Parkplatz nutzen wir zum ver- und entsorgen. Danach soll es weiter gehen zur Draisinefahrt in Uddeholm. Leider vera...uns unser Navi und schickt uns 40km in die falsche Richtung. So kommen wir als letzte in Uddeholm an. Es regnet aber immer noch in Strömen und so beschließen wir weiter zu fahren nach Orsa zum Bärenpark Grönklitten. Lars möchte bei uns mit fahren, Klaus wird eine andere Strecke fahren und sich Dala Floda anschauen. Nach ca. 45km tut es bei gemächlicher Fahrt mit ca. 90 km/h auf freier Strecke plötzlich einen heftigen Schlag. Es fühlt sich an, als wären wir auf der rechten Seite über etwas drüber gefahren. Christian kommt mit seinem Womo und hält an. Wir fragen ihn, ob etwas auf der Straße lag, er verneint dies. Also beschließen wir weiter zu fahren. Während des Anhaltens war mir aufgefallen, dass das Bremspedal einen zu weiten Weg hat. Während der Weiterfahrt stelle ich fest, die Bremse ist tatsächlich nicht in Ordnung, außerdem stinkt es nach verbranntem Belag. In Stöllet biege ich daher kurzentschlossen vor dem örtlichen Tante-Emma Laden nach links ab und stelle das Womo auf einen Parkplatz vor einer aufgegebenen Bankfilliale. Aus der linken Bremstrommel qualmt es, die Trommel ist sehr heiß.

Da liegt sie die "Bescherung"...

der defekte Radbremszylinder.

Oh je. Wir bocken den Wagen auf, entfernen Rad und Bremstrommel und sehen die Bescherung. Der Bremszylinder ist völlig zerstört, ebenso die Bremsbacken verbogen, auf einer Seite ist der Belag abgesprungen, auf der anderen Seite völlig herunter geschliffen. Bremsflüssigkeit läuft aus. Heike ruft Klaus an, damit er zu uns kommt, wir haben ja Lars an Bord und an eine Weiterfahrt ist nicht zu denken.

 

Danach rufen wir den ADAC in Deutschland an und schildern unser Problem. Die Dame will unser Auto abschleppen lassen, das wollen wir nicht, sondern an Ort und Stelle reparieren. Wir bitten, uns die nächstgelegene Fordwerkstatt zu nennen, das verweigert sie und teilt mit, den Abschlepper zu schicken.

Heike fragt im Coop-Laden nach der nächsten Werkstatt, die Angestellte ruft dort an, aber heute ist Mittwoch, die Werkstatt geschlossen. Über das Internet suchen wir selbst nach der nächsten Fordwerkstatt, in Torsby oder Sunne gibt es eine. Eine Telefonodyssee beginnt, wir landen immer bei einem Sprachband das uns auffordert bestimmte Nummern zu drücken, Trotz mehrerer Versuche gelingt es mir nicht einen richtigen Menschen ans Telefon zu bekommen. Bei einer anderen Werkstatt erreiche ich einen Menschen, als ich diesen auf englisch frage, ob er englisch kann, erschrickt er sich wohl so, dass er sofort auflegt. Entnervt gebe ich nach einer Stunde auf. Inzwischen ruft der Abschlepper an, er will uns nicht abschleppen, da der ADAC nur 1.800 Kronen dafür bezahlt, er will aber mehr Geld. Wir erklären ihm, dass wir nicht abgeschleppt werden wollen, sondern Ersatzteile brauchen. Er verspricht vorbeizukommen.

Nach insgesamt 2 Stunden kommt ein Schwede in einem alten Pickup zusammen mit seiner gepiercten Freundin und einem kleinen Hund auf dem Arm. Er sieht sich den Schaden an und bestätigt, dass wir Teile brauchen. Er wird das seinem Chef sagen, den sollen wir morgen früh zwischen 9 und 10 Uhr anrufen ob er helfen kann. Dann verschwindet er wieder. Inzwischen ist Klaus eingetroffen und parkt uns gegenüber.

Wir richten uns auf die Nacht ein, essen zu Abend. Danach suche ich in meinem Ersatzteilprogramm die Teilenummern der Ersatzteile raus und stelle fest, es gibt einen kompletten Reparatursatz für die Hinterachse inkl. aller Befestigungsteile. Dann gehen wir ins Bett.

 

Donnerstag, 9.8.12 keine Ersatzteile und eine Draisinefahrt

Um 9.30 rufe ich nach schlecht geschlafener Nacht den "Chef" an, dieser ist zwar nett, kann aber nicht helfen, er kann die Teile nicht besorgen, wir müssten nach Sunne, in Torsby sei die Ford-Vertretung geschlossen. Das Problem sei das unser Transit in Schweden nie verkauft worden sei. Er gibt uns die Telefonnummer, ich rufe dort an und erreiche jemanden der mich an eine deutsch sprechende Mitarbeiterin verbindet. Ich gebe meine Teilenummer durch, große Verwirrung und Beratung löst dies aus, woher hat der Tourist diese Daten, können die wirklich stimmen?. Aber am Schluss wird festgestellt, dass die Teile lieferbar seien, mit etwas Glück seien sie am morgigen Freitag da.  Diese Teile seien in den letzten Jahren in ganz Schweden bislang 1 x verkauft worden. Ich bestelle noch 2l Bremsflüssigkeit dazu und erschrecke mich über den Preis der Ersatzteile, über 5.600 Kronen, d.h. rund 700 Euro, aua. Der Werkstattmeister meint, wir müssten die Radnabe mit demontieren und bräuchten dazu weitere Teile, nein wir wollen die Nabe nicht demontieren, der Werkstattmeister wünscht uns auf englisch "dann mal viel Glück".

Ok, was nun tun, hier auf dem Parkplatz den ganzen Tag verbringen ist nicht das Wahre. Also verteilen wir uns 6 auf die beiden Wohnmobile von Klaus und Christian und fahren zurück nach Uddeholm. Gegen 12.00 Uhr treffen wir dort ein und mieten die letzen 5 Drasinen. Um 13.30 Uhr können wir fahren. In der Wartezeit essen wir zu Mittag. Danach geht es zu lustigen Draisinnentour, die von allen als zu kurz empfunden wird aber viel Spaß macht.

Im Eisenbahnmuseum, dem Endpunkt der Draisinenfahrt

Am Abend spielen wir in unserem Wohnmobil Karten und "Mäxchen" mit Klaus und Lars, Christian schaut in seinem Womo Olympia.

Wir hätten es mit unserem Platz schlechter treffen können, für die Lebensmittelversorgung sorgt der Tante Emma Laden, es gibt einen Altpapier- und einen Blechdosencontainer, die uns später noch nützlich werden, außerdem ist unser Parkplatz einigermaßen eben. Es fehlt zu unserem Glück nur ein Frischwasseranschluss oder noch besser ein Klohaus.

Freitag, 10.8.12, Sind die Ersatzteile da?

Um 6.50 Uhr, noch vor dem Wecker werden wir wach, frühstücken und rufen um 7.30 Uhr bei Ford an, ob die Ersatzteile da sind. Es wird spannend..."Moment, ich frage mal nach.. ja, sie sind mitgekommen". Gott sei Dank, wir starten um 8.00 Uhr mit Christians Wohnmobil nach Sunne, nach ca. 70 Minuten kommen wir an und tatsächlich, der Vergleich der alten Teile mit den neuen ergibt, dass die Teile passen. Wir bezahlen über 5.600 Kronen ca. 700 Euro, fast der doppelte Preis der Teile in Deutschland, aber was sollen wir machen? Wir sind froh, dass wir die Teile haben und unser Womo wieder flott bekommen. Wir erkundigen uns noch wo der nächste Baumarkt ist, da wir eigentlich einen stark gekröpften 8er Ringschlüssel für die Entlüftungsschrauben der hinteren Radbremszylinder benötigen und einen durchsichtigen Plastikschlauch zum Entlüften der Bremse. Einen stark gekröpften 8er bekommen wir nicht, aber wenigstens einen normal gekröpften und Plastikschlauch. Um 11.00 Uhr sind wir zurück am Womo und sofort beginnt die Reparatur. Christian holt aus dem Altpapiercontainer eine große Pappe auf der wir uns unter das Auto legen können, ich aus dem Sammelcontainer für Blechdosen eine leere Blechdose zum Entlüften der Bremse. Dann geht's los. Gemeinsam mit Christian montieren wir die neuen Bremsbacken, wir bauen nicht die Hinterachse auseinander, wie Ford dies vorgibt, sondern manövrieren die Bremsbacken an der Radnabe vorbei. Dazu müssen wir die Federn aushängen, das Einhängen der Federn wird schwierig, aber gemeinsam schaffen wir es, auch die Haltefedern der Bremsschuhe einzuhängen. Probleme bereitet das Handbremsseil, ich krieche unter den Wagen und löse die Handbremsseile an der Handbremswippe, dann geht es. So, die Bremsanlage ist zusammen, nun muss noch die Trommel drüber, aber die passt nicht drauf!! Wir kämpfen wie die Weltmeister, aber es klappt nicht, der Grund ist unklar. Also beschließen wir die Rückstellung ganz zusammen zu drehen, dann bekommen wir die Trommel drauf. Anschließend entlüften wir gemeinsam alle 4 Bremsen. Dann folgt eine Probefahrt, aber oh weh! Die Bremse ist "weich" und Bremsleistung liegt bei geschätzt 20% des normalen. Da ist guter Rat teuer, wo liegt der Fehler? Ein Test der Bremstrommeln ergibt, dass die Fahrerseite kalt, die Beifahrerseite warm ist. Also liegt der Fehler wohl dort. Wir bauen die Räder und die Bremstrommel wieder ab, dann stellen wir den Nachsteller wieder auf "weit" Schrittweise näheren wir uns der maximalen Einstellung, bei der die Trommel gerade noch drauf geht, Nun geht es seltsamerweise auch mit aufgedrehter Nachstellung. (Grund ist offenbar der Bremszylinder, der nun "eingearbeitet" ist. Danach entlüften wir die Bremse noch einmal rundum, am hinteren, neuen Bremszylinder kommt zunächst nur wieder Luft. Dann folgt Probefahrt Nummer 2. Ok, nun scheint alles in Ordnung. Wir räumen alles auf und ein, die gebrauchte Bremsflüssigkeit vom Entlüften füllen wir in eine alte Milchtüte. Inzwischen ist es 16.00 Uhr. Notdürftig wasche ich mich, dann starten wir mit den 3 Wohnmobilen und fahren wir in Richtung Orsa, tanken und ver- und entsorgen alle 3 Wohnmobile, dann übernachten wir am Helvetsfallet.

 

Samstag, 11.08.12, Lars hat 8. Geburtstag

Alle schlafen lang nach dem anstrengenden letzten Tag. Und so starten wir erst gegen 11 Uhr am Stellplatz auf dem wir wunderbar ruhig geschlafen haben. Wir fahren bis nach Östersund, unterwegs tanken, ver- und entsorgen wir, kaufen ein und erreichen den Stellplatz gegen 17.00 Uhr. Zum Glück nahm die Tankstelle unsere Bremsflüssigkeit zum Entsorgen an. Dann feiern wir Lars Geburtstag, Klaus hat Kuchen gebacken und später am Abend sitzen wir zusammen im Womo und spielen "Mäxchen".

 

Sonntag, 12.08.12 ,"Ich will kein rostiges Hähnchen"

Um 8.00 Uhr werden wir wach. Nach dem Frühstück fahren wir ins Industriegebiet in Östersund und kaufen ein. Danach gehts weiter nach Strömsund, wir besuchen nochmals das Freilichtmuseum beim Riesen Jörn. Die Kinder haben viel Spaß auf dem Spielplatz, außer Astrid, ihr ist schlecht und sie bleibt im Womo. Theo geht es wieder besser, er hat kein Fieber mehr. Da wir kein Klohaus zum Entsorgen gefunden haben, fahren wir den örtlichen Campingplatz zum Entsorgen an. Für unverschämte 5 Euro je Womo (40 Kr) dürfen wir die Klotanks entleeren.

Im Museum, 2 "Fachleute" bestaunen die Außenbordersammlung

Danach fahren wir weiter auf unseren Lieblingsplatz am Torsfjärden und laden die Boote ab. Christian und Marc paddeln los, Marc in unserem, Christian in Klaus Boot. Auch Fabian paddelt, beide Jungs baden. Danach gibt es Abendessen, bei Christians Familie gibt es ein gegrilltes Brathähnchen, das an einer Stelle etwas stark geröstet ist. Theo möchte das nicht und sagt: Ich will kein rostiges Brathähnchen". Später zünden wir ein Lagerfeuer an und die Kinder haben viel Spaß mit gegrillten Würstchen und Marshmallows.

Wir genießen das gute Wetter, es ist zwar kühl aber trocken und am Nachmittag lacht die Sonne.

 

 

Montag, 13.08.12, Klaus fährt Boot

Morgens ist es neblig, aber das Wetter verspricht schön zu werden. Nach dem Frühstück fahren wir zum Hällingafallet, wir laufen zum Fall, Klaus und ich gehen zum unteren Parkplatz und sehen nach ob die Stelle zum Einsetzen des Bootes geeignet wäre. Klaus möchte es probieren und so fahren wir gemeinsam mit seinem Womo zum unteren Parkplatz, Klaus startet mit seinem Boot, wir (Christian, Kirstin, Edda, Theo und  ich) fahren das Womo bis zur Brücke. Bis hier will Klaus fahren und will dass wir ihn hier wieder aufsammeln. So geschieht es dann auch, nur Klaus ist enttäuscht, der Fluss führt zu wenig Wasser und so ist die Abfahrt für ihn enttäuschend. Am Abend grillen wir alle gemeinsam an der Feuerstelle, später nutzen wir das Grillfeuer als Lagerfeuer.  Bis auf unsere 3 Wohnmobile sind wir ganz alleine, traumhaft. Nur Heike fühlt sich nicht gut und geht früh zu Bett.

Resümee des Tages, super Wetter tolle Stimmung, so kann es weiter gehen.

 

Dienstag, 14.8.12, Wanderung und Gletschermühlen

Wir fahren nach dem Frühstück weiter, heute wollen wir wandern! Am Parkplatz erwarten uns schon die Mücken und es sieht so aus, als wolle es gleich regnen. Also Regenjacken mitnehmen. Laut Reiseführer soll die Wanderung ca. 4 Stunden dauern, wir packen daher 5 Liter Wasser ins Gepäck und dann bricht das Dutzend auf. (Edda im Rucksack auf Christians Rücken)

Nach 3km ist der erste Zwischenstopp, eine Schutzhütte erreicht. Von hier aus geht es für weitere 6km über Stock und Stein am Wasser entlang. Die Mücken sind eine rechte Plage, jeder freie Quadratzentimeter Haut wird von ihnen bedacht. Auf dem Weg sind auch einige Gletschermühlen zu bestaunen.

Nach einer ausgiebigen Rast an der Schutzhütte sind wir gegen 16.30 Uhr zurück am Womo. Was nun tun, wo wollen wir übernachten? Auf dem Parkplatz sind uns zu viele Mücken, daher wollen wir unser Glück am vorderen Parkplatz am Fluss versuchen. Leider sind aber auch dort 1000 von Schnaken. Der gemeinsame Rat beschließt daher auf den ca. 800m hohen Fjell zu fahren, in der Hoffnung, dass dort keine Schnaken sind. Leider stellt sich diese Hoffnung als zu mindest teilweise unberechtigt heraus, auch hier oben sind - wenn auch nicht so viele- Schnaken. Egal, wir bleiben und gehen ins Bett.

 

Mittwoch, 15.08.12, Treppenwasserfall und ....Schnaken, Schnaken, Schnaken

Wir fahren nach dem Frühstück weiter auf dem Wildmarkswägn,

unterwegs fassen wir bei einer Tankstelle Wasser und erreichen in der Mittagszeit den Treppenwasserfall. Von dort aus sind es nur 12km zu meinem Lieblingsstellplatz am Fluss. Das Klohaus, das wir nun alle dringend brauchen, steht noch, aber die Mülleimer fehlen. Dumme Menschen haben daher ihren Müll am Klohaus hinterlassen, dieses steht zu Glück vom schönen Ende des Stellplatzes weit entfernt und so richten wir uns häuslich ein.

Panorama aus dem Womofenster am Stellplatz

Mit unseren 3 Wohnmobilen ist der Platz gut ausgefüllt. Klaus lädt sein Boot ab und fährt auf dem Fluss. Die Jungs und ich gehen baden, am späten Nachmittag spielen wir nochmals Völkerball. Beim Abendessen reicht es den Kindern, sie flüchten schimpfend und fast schon verzweifelt vor den Stechmücken ins Womo. Nur mit Mühe gelingt es uns sie noch einmal zu motivieren dieses zu verlassen und nur für ihr Lieblingsspiel "Stille Post mit Bildern". Selbst das qualmende Lagerfeuer und "Autan" oder das schwedische "mückla" können die Mücken nicht abhalten. Danach gehen wir alle ins Bett.

 

Donnerstag, 16.08.12, Ende des Wildmarkswägn

Wir nutzen den schönen Stellplatz und das gute Wetter aus, Klaus fährt nochmals Boot, Kirstin geht schwimmen und die Kids toben am Platz.

 

Als es mittags zu tröpfeln anfängt, brechen wir auf zum heutigen Tagesziel Strömsund. Unterwegs tanken wir Diesel und Wasser, kaufen ein und erreichen Strömsund gegen 17.00 Uhr. Das Wetter ist wieder super, es sind 23 Grad C und strahlender Sonnenschein.

 

Freitag, 17.08.12, Ute kommt.

Bei strahlendem Wetter fahren wir nach dem Frühstück weiter nach Östersund. Unterwegs sind wir auf der Suche nach einem Klohaus um unsere Toilette zu leeren, leider erfolglos. Am Stellplatz angekommen gehen wir zum Jamtli-Musum das in 2 Tagen für dieses Jahr schließt.

Wir verbringen einen schönen Tag im Museum, leider haben einige Häuser und Attraktionen geschlossen, was wohl dem baldigen Saisonende geschuldet ist. Um 15 Uhr gehen wir zurück zum Stellplatz, Klaus fährt mit dem Womo los zum Flughafen um Ute abzuholen. Am Nachmittag nieselt es kurz, die Kids schauen einen Film im Womo, ich setze mich nach draußen vors Womo, Heike ist noch im Museum. Am späten Nachmittag wechsle ich den Toilettentank, der erste ist voll. am Abend sitzen wir noch ein wenig vor dem Womo, allerdings bei einem recht kalten Wind.

Impressionen aus dem Museum

 

Samstag, 18.08.12, Lange Fahrt ins Paddelrevier

 

Nach dem Frühstück brechen wir auf, wir wollen nach Dala Floda, dort möchte Klaus wildwasser-paddeln.

Vor uns liegen ziemlich genau 400km, eine weite Strecke. Unterwegs kaufen wir ein, ver- und entsorgen an einer Tankstelle bzw. einem Klohaus und erreichen erschöpft gegen 16.00 Uhr Dala Floda. Wir steuern den örtlichen Badeplatz an und richten uns ein. Klaus läuft zum Kanu-Center und berichtet, dass es geschlossen scheint und keine Öffnungszeiten anstehen. Gegen 18 Uhr kommt eine Schwedin und bittet uns den Platz zu verlassen, es fände heute ein Nachbarschaftsfest statt und wir würden dann gestört (bzw. wir stören) Wir fahren 2 verschiedene Plätze lt. Karte an bzw. versuchen dies, ein Platz ist nicht erreichbar, die Naturstraße ist 30cm hoch aufgewühlt. Die örtlichen Anwohner warnen uns weiter zu fahren, ich bin schon ausgestiegen und zu Fuß auf Erkundung. Also müssen wir ca. 1km rückwärts auf dem engen Weg fahren, bis wir drehen können.

Klaus findet einen Platz neben der Straße im Wald, leider ist das Ufer des Sees sumpfig, aber für heute reichts uns. Alle sind entnervt und erschöpft. Später spielen wir zusammen Canasta und gehen müde zu Bett.

 

Sonntag, 19.08.2012, schöner Badeplatz in Sala

Nach dem Frühstück fahren wir ohne Zankers weiter. Klaus möchte Wildwasser-Kajak fahren, wir verabreden uns auf einem Badeplatz in Sala. Nach dem nächtlichen Regen steigert sich das Wetter und am Nachmittag erreichen wir glatte 25 Grad C bei 19,5 Grad C Wassertemperatur.

Stellplatz mit Sprunturm

Die Kids baden und fahren Boot, später am Nachmittag spielen wir Kniffel im Womo.

Die nächsten Reparaturen am Wohnmobil kündigen sich an, die Dachluke im Bad lässt sich nicht mehr kurbeln, der Mechanismus dreht durch, ein Brettchen eines der Bettauszüge an der Dinette ist an der Schraube ausgerissen und das Heizungsventil der Zusatzheizung im Aufbau ist auch nicht mehr ganz in Ordnung. Zum Glück alles keine dramatischen Probleme, die bis nach dem Urlaub warten können. Gegen 18.00 Uhr treffen Zankers am Stellplatz ein.

 

Montag, 20.8.12 wir treffen Christian wieder

 

Um 9.00 Uhr starten wir uns fahren weiter nach....auf dem dortigen Badeplatz haben wir uns verabredet mit Christian und seiner Familie. Christian hat an der Küste versucht genügend Wind zum kiten zu finden, was aber leider nicht gelang. Die Kinder versuchen Boot zu fahren, aber es ist recht windig und das paddeln sehr anstrengend, so dass sie schnell aufgeben. Am Abend stoßen Zankers zu uns und viel zu schnell ist der Tag vorbei. Inzwischen wird es bereits um 20.30 Uhr wieder dunkel, was die Kinder beim abendlichen Versteckspiel etwas behindert.

 

Dienstag, 21.08.12, das war das beste Museum, was wir bisher angeglubscht haben....

 

sagte Marc als Kommentar zu den Drehorten an denen die "Michel-Filme" gedreht wurden, als er feststellte, dass man nicht in die Gebäude hinein kann und somit keine "langweilige Museumsbesichtigung" anstand. Sein ganzer Satz war:

"ich muss mich korrigieren, das ist das beste Museum, dass wir bisher angeglubscht haben und auf dem Klo ist sogar noch der richtige Gestank".

Nach der Besichtigung fahren wir weiter nach "Bullerbü", die Kinder klettern in den hohlen Baum und springen im Schuppen ins Heu.

Christian beginnt eine Heuschlacht und danach sehen alle entsprechend aus.  Danach fahren wir zu einem nahegelegnen Stellplatz im Wald  und alle stürzen sich ins relativ warme Wasser des Sees. Am Abend machen wir ein Abschiedslagerfeuer, Christian und seine Familie brechen um 21.00 Uhr auf zur Fähre.

 

Mittwoch, 22.08.12, auf nach Öland.

Nach dem Frühstück versorgen wir in Vimerby und kaufen ein, dann gehts los zur ca. 200km Tour nach Öland. Auf Öland besichtigen wir die "Königin der Windmühlen" und den Leuchtturm.

Die Königin der Windmühlen

Danach fahren wir durch einen Platzregen zum Stellplatz. Laut dem "Schulz" soll man dort kostenfrei am Meer stehen können, allerdings trifft dies nicht mehr zu, der Platz wurde durch Findlinge abgesperrt , stattdessen vermietet der örtliche Bauer seine direkt daneben gelegene Wiese für 5 Euro. Wir haben keine Lust was anderes zu suchen und fahren auf die Wiese. Mittlerweile regnet es zwar nicht mehr, aber heftiger Wind bläst- hier könnte Christian bestimmt kiten. Die Jungs lassen sich nicht abhalten, sie ziehen ihre Neoprenanzüge an und gehen im Meer und den Wellen baden. Später buddeln sie zusammen mit Lars im Sand am Strand.

Donnerstag, 23.08.12, Tauziehen und andere Spiele

Nach dem Wachwerden starten wir den Diesel und fahren die wenigen Kilometer bis zur Festung Eketorp.

Den Eintritt finden wir mit 10 Euro je Erwachsenen und 5 Euro je Kind recht hoch, aber Heike möchte trotzdem hinein. Ein frohe Überraschung ist es daher, als die Kassiererin uns mitteilt, heute sei der Eintritt frei, da ein Film für Schüler gedreht würde. Wir besichtigen die wiederaufgebaute Festung. In dieser gibt es verschiedene Spielangebote für Kinder, Bogenschießen, Tauziehen, Wikingerschach,

Balancieren auf einem Balken und versuchen sich gegenseitig herunter zu werfen etc.

 

 

Plötzlich finden die Kinder das Museum nicht mehr so langweilig. Nach dem Mittagessen geht es weiter, zurück aufs Festland. Die ca. 200km ziehen sich ganz schön, da für schwedische Verhältnisse sehr viel Verkehr ist und auch die Straßen nicht viel Tempo hergeben. So ist es fast 18 Uhr als wir an der Küste am Stellplatz eintreffen. Marc zieht sich den Neoprenanzug an und geht im Meer baden, Fabian und dem Rest ist es zu kalt. Am Abend spielen wir mit Zankers "Phase 10" fertig und Mäxchen.

 

Freitag, 24.08.12, Abschied von den Zankers

 

Wir schlafen aus, nach dem späten Frühstück spielen wir Canasta und andere Spiele. Marc und Fabian baden nochmals im Meer. Traurig verabschieden wir uns von Familie Zanker, Klaus macht noch ein Gruppenbild von allen. Zankers haben noch bis Mittwoch Urlaub, wir müssen am Samstag auf die Fähre. Nach dem Mittagessen starten wir in Richtung Trelleborg, 110km liegen vor uns. In Trelleborg kaufen wir im ICA am Hafen ein, tanken im Ort an der Tankstelle Wasser und für 200 Kronen Diesel, dann suchen wir den kostenlosen Stellplatz am Hafen auf. Inzwischen ist es 16.00 Uhr geworden, wir trinken Kaffe, ich checke die E-mails und schreibe den Reisebericht. Heike und die Kinder spielen Halma. Nach dem Abendessen richten wir schon einige Dinge, die wir morgen früh mit auf die Fähre nehmen wollen und gehen schlafen.

 

Samstag / Sonntag 25/26.08.12, es geht heim

Wir checken auf der Fähre ein. An Bord nutzen wir den kostenlosen Strom und das W-Lan, ich überarbeite den Reisebericht und "klebe" die Fotos zu den Texten ein.

Um 17 Uhr erreichen wir Travemünde und nach dem Dieseltanken steht Fahren, Fahren, Fahren auf dem Programm, wir wollen alle nach Hause.

 

Danke liebe Zankers und danke liebe Kleiners für den schönen gemeinsamen Urlaub und die Hilfe bei unserer Panne!

 

Herbsttour

 

Samstag, Heike feiert bis tief in die Nacht

Wir starten am Samstag morgen erst einmal nach Pirmasens, Heike hat am Abend 25 Jahre Abiturtreffen. Welche Überraschung, obwohl es erst Oktober ist, schneit es, auf den Dächern und Autos bleibt die weiße Pracht liegen, die Straßen sind / bleiben frei. Wir besuchen die Oma in Pirmasens und fahren am Abend nach Winzeln und suchen uns einen Platz in der Nähe des Hotel Kunz, dort feiert Heike bis 4 Uhr morgens. Unser Freund Michael stößt mit Marcel zu uns, Michael und ich trinken noch ein Glas Sekt.

Über Nacht ist es kalt geworden, ca. 4 Grad Minus. Am Auto hängen dicke Eiszapfen.

 

Sonntag, es geht unter die Erde

Wir fahren nach Homburg und besichtigen die Schlossbergfelsen.

 

Der Eintritt fällt mit 23,50 Euro gerade noch tolerabel aus, uns ärgert, dass die Familienkarte nur 1 Kind beinhaltet. - Haben saarländische Familien nur 1 Kind? Über 5km Stollen haben die Menschen in mehr als 400 Jahren in 12 Ebenen in den Berg gegraben, der ganze Berg ist ein schweizer Käse. Grund für die bergmännische Tätigkeit war der sehr quarzhaltige Sand, der im Elsass zur Glasgewinnung genutzt wurde.

Wir erfahren, dass die Höhle wegen des "Harry-Potter-Fiebers" 2004 gesperrt wurde.

-Es wurden Geister-Buchvorlesungen gemacht mit bis zu 400 Zuhörern, erhellt wurde das ganze von Fackeln. Dies brachte soviel Wärme in die Gänge, dass die Decken austrockneten und sich große Sandschichten ablösten. Zum Glück wurde niemand verletzt, aber die Höhlen gesperrt.- Was aussieht wie fester Sandstein ist nur durch Druck und Feuchtigkeit zusammengehaltener Sand. Mit dem Fingernagel könnte man die Wände bearbeiten. Bei dieser Vorstellung wird uns dann etwas mulmig.

 

Von dort aus fahren wir zum schönen Stellplatz in Bexbach, den wir dieses Jahr bei unserer Frühjahrstour entdeckten. Unsere Befürchtungen, der Platz könnte überfüllt sein, bewahrheiten sich nicht. Mit uns stehen nur 7 Womos auf dem Platz. Also schließen wir schnell die Stromversorgung an, die Batterien freuen sich. Am Abend spielen Marc und ich Federball, bis es zu dunkel wird. Später sitzen wir Erwachsenen bei Michael im Womo zusammen und lassen den Abend bei einem Glas Wein ausklingen.

Nachts wurde es wieder kalt, Eis von innen an der Windschutzscheibe

 

Montag, hoch hinaus und tief hinab

Nach dem Ausschlafen und nachdem die gestern bestellten Brötchen endlich angekommen sind, frühstücken wir gemütlich, dann geht es gegen 9.30 Uhr in das nur 100m entfernte Bergbaumuseum. Die 10 Euro Eintritt lohnen sich wirklich und die Familienkarte beinhaltet sogar alle Kinder!

Gut zu sehen: der ehemalige Förderturm und Eingang zur Unterwelt, das grau ist Raureif

 

Nach der Besichtigung des Museums im ehemaligen Förderturm bis in 55m Höhe geht es unter Tage. Der Anfang ist so niedrig, dass Michael mit seinen 1,95m auf allen vieren kriechen muss.

Impressionen aus dem Museum:

 

 

 

 

Nach dem Museumsbesuch laufen wir alle zusammen ca. 1km zum Real-Markt und kaufen dort ein, am Nachmittag genießen wir einen Kaffee bei Michael im Womo, die Kinder lesen, spielen Fußball und Spiele. Abends trinken wir wieder gemütlich ein Glas Wein und fallen müde ins Bett.  

 

Dienstag, Wasser von allen Seiten und viel Spaß für alle

Wir fahren nach dem Frühstück nach Saarbrücken ins Erlebnisbad Calypso, dort kommen wir wie geplant gegen 10 Uhr an, als es gerade öffnet. Die Kinder sind begeistert, das Schwimmbad bietet 2 Rutschen und einen künstlichen Wildwasserbach. Gegen Mittag stoßen Kirstin und ihre Kinder Theo und Edda zu uns, sie sind gerade in Pirmasens bei Heikes Eltern und so beschlossen wir den Tag gemeinsam zu verbringen. Der aufmerksame Leser weiß, dass diese 3 und Christian mit uns in diesem Jahr zusammen in Schweden waren. Unser Jungs haben Theo sofort wieder in die Gruppe aufgenommen und Theo strengt sich mächtig an bei den Aktivitäten seiner rund 4 Jahre älteren Cousins mitzuhalten. - Sie haben mächtig Spaß zusammen.

Draußen regnet es und so sind wir froh heute im Schwimmbad zu sein. Heike und ich nutzen den Saunabereich des Schwimmbades. Viel zu schnell ist die Zeit vergangen. Abends fahren wir weiter zum nur wenige Kilometer entfernten kostenlosen Stellplatz der Völklinger Hütte.

 

Dort sind eigentlich nur 5 Plätze, die sind alle belegt, aber die Anlage lässt sich auch von der Rückseite nutzen, so dass insgesamt mehr als 10 Womos Platz finden. Es gibt gegen Bezahlung Strom und für Notfälle eine Ver- und Entsorgungsstation, allerdings die von mir ungeliebte mit "Rolladenverschluss". Aus Frostschutzgründen ist die Station in einem Haus untergebracht, unpraktisch, wenn man Wasser tanken müsste. Wir brauchen zum Glück nichts.

Weithin sichtbar: eines der Wahrzeichen der Hütte: der Erzschrägaufzug:

 

Mittwoch, Hüttenflöhe und Erzengel

 

Morgens hat sich das Wetter gebessert, es regnet nicht mehr und sogar die Sonne lacht durch einzelne Wolken. Um 10 Uhr öffnet die Völklinger Hütte, eine riesige beeindruckende Anlage, die für mehr als 100 Jahre Deutschlands größte Eisenhütte war. Als Vorbereitung haben wir uns am Abend aus dem Internet den Audioguide herunter geladen und auf unsere Handies gespielt. Das war auch gut so, denn die Erklärungen vor Ort fallen etwas dürftig aus. Trotzdem sind wir beeindruckt und nach mehr als 3,5 stündiger Besichtigung erschöpft von den Eindrücken. Es geht bis nahezu zur Spitze der Hochöfen auf 35m Höhe und ca. 2 Stockwerke tief in die Erde unter die Hochöfen. Wir erfahren, dass in der Hütte eine Zeitlang auch Frauen beschäftigt waren. Ihre schwere körperliche Arbeit war das Entladen der Erzloren von Hand. Sie wurden für diese Arbeit schlechter bezahlt als die männlichen Kollegen und viele mussten die harte körperliche Arbeit auf sich nehmen, um die Familien zu ernähren. Die Hüttenarbeiter nannten sie halb spöttisch, halb hochachtungsvoll die "Erzengel".

 

Beim Abstich, wenn das heiße, flüssige Eisen aus dem Hochofen rann, gab es manchmal glühende Eisenspritzer, die sehr gefährlich waren und die Männer verbrennen und verletzen konnten. Da diese Spritzer so unkontrolliert umhersprangen, wurden sie "Hüttenflöhe" genannt.

Den Abschluss bildet die sog. Gebläsehalle. Die riesigen Windmaschienen sehen aus, wie aus dem Dampfzeitalter übrig geblieben, beeindruckend wie die ganze riesige Anlage.

 

Den Kinder gefällt das Ferrodrom, dort können sie selbst an Maschinen und Installationen Hand anlegen um die physikalischen Gesetze der Verhüttung von Eisenerz und Eisen bzw. Magnetismus etc. selbst im wörtlichen Sinne zu begreifen. Sie sind begeistern und nicht davon weg zu bekommen, Also setzen wir die Besichtigung ohne die Jugend fort. Wir werden uns am Womo wieder treffen.

Zusammen mit Michael und Marcel gehen wir noch zu Mittag essen, auch wenn es inzwischen schon eher Kaffeezeit ist. Danach ist es Zeit zur Heimfahrt, schade der Urlaub ist vorbei. Unterwegs kaufen wir noch ein, es herrscht leider ein Mordsverkehr und so erreichen wir erst gegen 18. Uhr Stutensee.

 

Viel zu schnell war dieser Urlaub wieder vorbei!

Vielen Dank an Michael und Marcel für die schöne gemeinsame Zeit.