Touren 2011

Samstag, 30.7.2011

Um 14.15. Uhr starten wir nach Stuttgart. Unsere Mädchen machen eine Sprachreise, Birgit fliegt nach Frankreich, Astrid nach England. Da wir um 4.30 Uhr morgens am Flughafen sein müssen, haben wir uns entschlossen, mit dem Womo zu fahren und in der Nähe des Flughafens zu übernachten. Am Gymnasium in Leinfelden-Echterdingen treffen wir gegen 16.00 Uhr ein. Um 21.00 Uhr legen wir uns schlafen, da die Nacht kurz wird.

Sonntag 31.07.2011 Die Mädels fliegen ab

Um 4 Uhr morgens wecken uns die Handies, wir fahren zum Flughafen und checken erst Astrid und dann Birgit ein. Bei Birgit darf Heike mit ins Gate, da sie noch unter 14 ist. Gegen 8.30 Uhr sind die Mädels in der Luft und wir starten zu unserer Tour in die Auvergne. Es sind 13 Grad C und es nieselt.

Dank Sonntag sind die Straßen relativ leer und sogar die Dauerbaustelle A5 passieren wir ohne Stau. Gegen 16.00 Uhr ereichen wir unser Tagesziel, einen kleinen Parkplatz an einem kleinen Kanal in der Nähe von Beaune.

Den restlichen Nachmittag verbringen wir bei strahlendem Sonnenschein und 26 Grad C am Kanal. ( D 113 A Chassey Le Camp, zwischen D 974 und D 113A Le Moulin Saule, N 46 Grad 54.159" und E 4 Grad 41.825") Er bietet den üblichen Treidelweg zum Spazieren, Mülleimer und beim Bootsanleger, ca. 250 m entfernt, einen Brunnen.

Am Abend wollen die Jungs unseren Wassertank auffüllen, der weite Weg erweist sich aber als Herausforderung und nach 2 Kannen à ca. 5 Litern beschließen sie, das muss reichen.

 

Montag, 1.8.11 Wunderschöne Fahrt durchs Flusstal

 

Nach ruhiger Nacht starten wir um kurz nach 9.00 Uhr den Diesel und nehmen die nächsten 200km bis zu unserem neuen Stellplatz, Stellplatz Nr. 8 WomoReiseführer in Angriff. Erst geht es durch das wunderschöne Tal am Kanal entlang, durch malerische, mittelalterliche Dörfer. Dabei stellen wir fest, dass wir gestern Abend mit die beste Stelle für unsere Übernachtung ausgesucht haben. Allerdings sind Geschwindigkeiten über 60 km / h auch außerhalb der Orte nicht machbar. Wir aber genießen die langsame Fahrt, wir haben es nicht eilig. Später erreichen wir die super ausgebaute Nationalstraße, die immer mal wieder 2- spurig wird und schnelles Vorankommen ermöglicht.

In der Mittagszeit tanken wir und kaufen Baguette bei einem Supermarkt in Moulin. An der Tankstelle hat sich ein Riesenschlange gebildet und so dauert es 20 Minuten bis 55 Liter Diesel in den Tank plätschern.

Pünktlich zur Mittagszeit erreichen wir unser heutiges Tagesziel, einen schönen See mit Liegewiese, Spielplatz und einer Ver- und Entsorgung und sogar ein wenig Schatten. Dank der Tageszeit können wir uns einen kostenfreien Platz am Wasser aussuchen. Am Nachmittag füllt sich der Platz und abends sind nicht nur alle Plätze am Wasser, sondern auch die gegenüber belegt.

Die Jungs gehen baden, später spielen wir zusammen diverse Spiele. Der Platz gefällt uns gut und so beschließen wir die maximal zulässige Verweildauer von 48 Stunden auszunutzen.

Dienstag, 2.8.11 Ein fauler Tag am See

Nach ruhiger Nacht lassen wir einen faulen Tag angehen. Gegen 11.00 Uhr, als die meisten Stellplatznachbarn gefahren sind, fahren wir zur Entsorgung und tanken Wasser, 100 Liter für 2 Euro. Leider ist die Station etwas defekt, man muss trotz Bezahlen ständig einen Knopf am Wasserhahn drücken, damit Wasser fließt. Nachmittags kommt die Gemeinde in Form eines Mitarbeiters vorbei und notiert die Autonummern.- So funktioniert die Überwachung der max. Verweildauer von 48 Stunden.

Danach lesen wir, spielen zusammen und am Mittag gehen Heike und die Jungs baden. Am Abend laufen wir Männer zum ca. 1 km entfernten Carrefour und kaufen Salat und einige Kleinigkeiten zum Abendessen ein. Nach einem aufgeregten Spieleabend sinken um halb 11 alle müde ins Bett.

Mittwoch, 3.8.11 Wanderung zur Grotte

In der Nacht setzt ein Gewitter ein und es regnet kurz aber heftig. Danach ist es schwül und ich habe heftige Kopfschmerzen. Um 6 Uhr stehe ich auf und nehme ein Aspirin, eine Tätigkeit, die ich im Laufe des Tages noch 3 x machen muss.

Um 8 Uhr ver- und entsorgen wir am Stellplatz und fahren zum Einkaufen. Danach geht es weiter zu Europas höchster Eisenbahnbrücke, die unser Reiseführer Herrn Eiffel zuschreibt, die örtliche Hinweistafel jedoch nicht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Von dort machen wir einen Abstecher zum Vulkanpark und schauen, wann dieser morgen öffnet und wie voll es dort ist. Von dort fahren wir zu unserem heutigen Übernachtungsplatz, einem großen Waldparkplatz. Es regnet immer wieder schauerartig heftig und so machen wir eine ausgiebige Mittagsrast und nachdem wir uns mit Regenjacken ausgestattet haben begeben wir uns auf eine kleine Wanderung zur Grotte.

    

 

Diese gefällt auch den Kindern sehr gut. Zurück am Womo trinken wir Kaffe, spielen und lassen den Tag ausklingen.

 

Donnerstag, 4.8.11 Der Vulkanpark

 

Frühmorgens starten wir zum Vulkanpark, der um 10.00 Uhr öffnet. Um 9.40 reihen wir uns in die 4-spurige Warteschlange vor dem Park ein. Punkt 10.00 Uhr betreten wir den eigentlichen Park.

 

Uns Erwachsenen gefällt er nicht, er ist zu "Disney-like", es gibt einen Haufen Fahrgeschäfte wir z.B. ein Kinofilm über einen Vulkanausbruch den man in dreh- und neigbaren Gondeln erlebt.

Später fahren wir den Magma-Explorer. Ein Raum, der eine Projektion eines von rotem flüssigem Magma gefüllten Vulkanes durch das der "Magma-Explorer" hindurchschwimmt, bietet. Dabei wird man kräftig durchgeschüttelt. Später gehen Heike und Marc noch Flugsaurier reiten, ein 3-D Kinofilm den man angeschnallt auf speziellen, beweglichen Sesseln erlebt und der so die Illusion vermittelt, man fliege mit einem großen Flugsaurier. Fabian und mir ist die Wartezeit von inzwischen 30 Minuten für dieses Erlebnis zu groß, wir verzichten.

Ab 13 Uhr füllt sich der Park mehr und mehr und die Wartezeiten an den Fahrgeschäften steigen auf über eine Stunde. Wir verzichten auf diese und besichtigen lieber die Ausstellung zu Maurice und Katia Krafft, den berühmten Vulkanologen, sowie die von diesen zusammengetragenen Exponate. Dies gefällt uns Erwachsenen viel mehr. Den Abschluß bildet ein Spaziergang durch die "Vulkangärten".

 

Gegen 14.00 Uhr gehen wir aus dem für unseren Geschmack zu vollen Park hinaus zurück zum Womo. Wir entscheiden uns, noch eine Nacht auf dem Parkplatz zu verbringen. Abends findet reger SMS Ausstausch mit Zankers statt. Wir verabreden uns für morgen am Lac de Naussac.

 

 

 

Freitag, 5.8.11 Zankers kommen

 

Morgens regnet es leicht, wir starten zu unserer 230km Tour zum Treffpunkt mit Zankers. Unterwegs tanken wir, kaufen ein und ver- und entsorgen an einem wunderschönen Autobahnparkplatz. Gegen 15.00 Uhr treffen wir am See ein und finden das letzte Plätzchen am See auf dem Rasen.

Gegen 17.00 Uhr fährt unser Vordermann, wir sichern diesen Platz für Zankers, die tatsächlich wenig später eintreffen. Die Wiedersehensfreude ist groß, der Nachmittag / abend vergeht wie im Fluge bei gemeinsamen Gesprächen.

 

Samstag 6.8.11 Wir parken neben der Disko !

 

Nachts um 2 Uhr werden wir von lauter Discomusik und Menschengeschrei wach. Wir stehen direkt neben der örtlichen Disko! An Schlaf ist für mich nicht zu denken, ich gehe zwischen 2 und 3 Uhr Nachts spazieren. Wären jetzt nicht Zankers hinter uns, würde ich den Diesel starten und abhauen. Beim gemeinsamen Frühstück beraten wir, wie es weitergehen soll. Zankers empfehlen einen ca 50km entfernten Stellplatz an der Ardeche. Die Mehrheit beschließt trotz meiner Warnung erst nach dem Mittagessen loszufahren.

Wir warnen vor überfüllten Stellplätzen und empfehlen, schon in der Mittagszeit am neuen Stellplatz einzutreffen. Mittags regnet es und so fällt uns der Abschied nicht schwer. Gegen 16.00 Uhr treffen wir auf dem neuen Stellplatz Thuerzy ein. Leider ist dieser total überfüllt und nur mit Mühe schaffen wir es unsere 2 Womos auf der Zufahrt zum Sportplatz bzw. in der Ausfahrtstraße zu parken. Wir stehen zwar schräg, aber immerhin, wir kamen noch unter!

 

Immer wieder regnet es. In einer Regenpause starten Klaus und ich zur Ardeche. Wir müssen ca 1,5km Fussweg und ca. 150 Höhenmeter hinter uns bringen, bis wir am Fluß sind. Wir bestaunen die Jugendlichen, die sich von den Klippen und der Teufelbrücke in den Fluß stürzen.- nicht ganz ungefährlich, denn das Wasser ist nur an wenigen Stellen tief genug, vielerorts unter 1m tief.

 

Sonntag, 7.8.11 Die Jungs fahren Boxauto

 

Nach schwülwarmer Nacht stürzen unsere Kinder mit uns zum Fluß und hinein ins Wasser.

Auch wir Erwachsene können nicht widerstehen und stürzen uns von den Felsen ins kühle Nass. Gegen Mittag kehren wir zum Womo zurück und essen zusammen mit den Zankers zu Mittag, die Markise dient uns als Regenschutz.

Nachmittags besichtigen wir das kleine Städtchen, es ist Jahrmarkt! Wir beschließen, den Kindern am Abend Boxautofahren zu spendieren. So geschieht es denn auch, Tobias, Zankers Ältester geht mit und spielt den Babysitter für unsere Jungs. Freudestrahlende Gesichter bei allen 3 Buben.

Danach spielen wir alle gemeinsam am Womo "stille Post mit Bildern", später erfahren wir, dass die Schausteller vom Jahrmarkt, deren Wohnwagen auf dem selben Stellplatz stehen wie wir, heute nacht um 2 Uhr abfahren wollen und wir stehen in Ihrem Wendekreis. Also rangieren wir noch um, in der Hoffnung, dass die LKW so an uns vorbei kommen.

Am Abend sitzen wir noch kurz in unserem Womo zu einem Plausch zusammen, ehe der ereignisreiche Tag ausklingt.

 

Montag, 8.8.11 Kein freies Stehen möglich

Nach dem Frühstück kaufen wir um 9.00 Uhr im Ort Briefmarken und dann geht 's weiter. Wir wollen an die Tarn, dort morgen Kajaks mieten. Wir trennen uns von Zankers um sie einige Zeit später zufällig am selben Super U in Mende zu treffen. Von dort aus fahren wir gemeinsam bis St. Enimie. An freies Stehen ist im engen Flusstal nicht zu denken und so machen wir uns auf die Suche nach einem Campingplatz. Auf 3 Plätzen holen wir uns eine Absage, am Dritten klappt es. Die Plätze sind so groß, dass wir uns einen mit Zankers teilen, wenn auch der Rabatt mit 4 Euro eher gering ausfällt.

Insgesamt zahlen wir mit 5 Erwachsenen und 3 Kindern 49 Euro, sicherlich ein stolzer Preis, aber das ist der Enge des Tales und der großen Nachfrage geschuldet. Unsere Jungs baden im Schwimmbad, Tobias Zanker übt Kajaktricks auf der Tarn.

Morgen wollen wir um 10. Uhr zurück nach St Enimie um dort Kajaks zu mieten.

 

Dienstag, 9.8.11 Wir kentern und frieren

 

Morgens um gegen 9 Uhr starten wir zum Kanuverleih. Wir dürfen auf dessen Parkplatz parken, wir sind die ersten. Heike und Ute nehmen ein 3 er Boot und Fabian in die Mitte. Marc fährt bei mir im 2er Boot. Lars fährt bei Toby und Klaus alleine. Klaus und Toby haben eigene Boote aus Deutschland.

Frohen Mutes starten alle, nachdem die Wertsachen in die wasserdichten Fässer verpackt sind. Alles klappt hervorragend und nach ca. 1,5 Stunden machen wir die erste Rast. Danach steigen Lars, Fabian und ich in das 3 er Boot, Marc steigt zu Toby und Heike und Ute nehmen das 2er Boot.

Ich bin mit dem höheren Schwerpunkt und dem größeren Gewicht des 3er Bootes noch nicht vertraut und an der ersten Stromschnelle kentern wir, allerdings richtig heftig. Nur mit Hilfe anderer Bootsfahrer gelingt es uns das Wasser auszuschütten und wir setzen unsere Reise fort. Nach einer weiteren Stunde sitzen wir (unser Boot hat den größten Tiefgang) auf, Heike und Ute kommen von hinten und rammen uns. Es kommt wie es kommen muss- die Mädchen kentern diesmal, wir kommen gerade noch so davon. Also schütten wir ein weiteres Boot aus und alle setzen die Fahrt fort.

Jetzt beginnt Lars wegen der nassen Sachen und des kalten Windes zu frieren, wir halten erneut und ziehen ihm trockene Sachen an. Dabei stelle ich fest, dass unsere Fässer nicht wasserdicht waren und glücklicherweise hat Fabians Jacke dieses Wasser aufgesaugt, so dass Kamera und co. trocken blieben.

Einige Impressionen von der Kanufahrt, dem Highlight des Urlaubes für die Kinder:

Nein, unsere Mädels sind nicht gekentert und sie hatten richtig Spaß, vor allem Ute, die sich hier so freut. BRAVO!

Gegen 15.00 Uhr erreichen wir unseren Endpunkt, wir legen an und warten auf den Bus, der ca. 30 Minuten später ankommt. Leider kann dieser Zankers Boote nicht transportieren, so dass Klaus mit uns im Bus zurückfährt und mit dem Womo zur Anlegestelle fährt. Wir folgen 40 Minuten später und treffen uns einige Zeit später wieder. Nun suchen wir einen Übernachtungsplatz, was sich im engen Tal als schwierig erweist. Auch Klaus Geheimtip, der Stellplatz in Milau ist völlig überfüllt. So fahren wir weiter, wir wollen schauen, ob wir in Roquefort am Sportplatz, wo wir vor 9 Jahren standen, noch übernachten können.- Aber welche Veränderung, vor dem Sportplatz hat die Gemeinde ein großes Infocenter und einen großen Parkplatz gebaut, dort stehen schon an die 40 Wohnmobile, mit Mühe kommen wir unter und richten uns für die Nacht ein. Die Jungs gehen auf dem Sportplatz Fussball spielen. Allerdings bietet der Platz- und das ist ein Vorteil der jetzigen Situation- sogar kostenfreie Ver- und Entsorgung.

 

Nachtstimmung in Roquefort

 

Mittwoch, 10.8.2011 Große Erwartungen, aber nur Styropor

 

Fabi und ich laufen die 1,5km zum örtlichen kleinen Laden und kaufen Baguettes. Nach dem Frühstück besichtigen wir das Tourismusbüro und nutzen den kostenlosen Internetzugang um unsere mails zu checken.

Lars fällt vom Klettergerüst am Spielplatz und kann nicht mit, da ihm der Rücken weh tut. So bleiben Klaus und Lars im Womo.

Danach besichtigen wir die Caves der Societe, wie vor 9 Jahren schon mal, aber welche Veränderung! Vor 9 Jahren konnten wir noch die Lagerung der Käse in den Kellern erleben und das Flair des echten Käses riechen und sehen. Nun haben die Franzosen umgebaut, es kostet jetzt 5 Euro Eintritt, dafür wird eine 1 - stündige französische Führung geboten mit "son e lumiere" Musik und Licht. Es gibt ein 3 D Modell der Landschaft, einen Film, eine Laseranimation mit Musik etc etc. Streng verboten ist das Filmen oder Fotografieren, ich versuche heimlich einige Schnappschüsse von den lagernden Styroporkäsen zu machen, werde aber sofort erwischt und aufs strengste ermahnt. Zum Glück verstehe ich ja kein Französisch, so bekomme ich keine roten Ohren wie die Franzosen.

Wir sind enttäuscht, unechter Käse, eine völlig unverständliche und langatmige französische Führung, welch ein Kontrast zu unseren Erlebnissen vor 9 Jahren. Daher an dieser Stelle auch keine Bilder, sorry.

Nach dem Mittagessen fahren wir weiter Richtung Beziers, wir wollen einen Geheimtipp von Zankers ausprobieren und so landen wir am Fluss Orb. Dank des Kanubetriebes ist die 2m Teppichklopfstange an der Zufahrt zum Picknickplatz demontiert und so können wir zum Parkplatz fahren.

Sehr praktisch der Müllcontaier, zum Glück frisch geleert.

 

Wir baden, Tobias fährt Kanu und alle genießen den späten Nachmittag und das sehr schöne Wetter. Abends sitzen wir bis Mitternacht mit Zankers zusammen, trinken Wein und unterhalten uns bestens.

 

Donnerstag, 11.8.2011 Heike in Todesangst

 

Es weckt uns schönster Sonnenschein und heute hat Lars seinen 7 Geburtstag. Lars bekommt einen tollen wasserdichten Camcorder für Kinder geschenkt und ist total begeistert.

Tobias und Klaus fahren Boot, wir gehen schwimmen. Der Wasserstand im Fluss ist heute ca. 25 cm höher als gestern und die Strömung entsprechend stärker. Heike wird abgetrieben und mit der Strömung 150m weit mitgerissen. Sie verletzt sich erheblich an beiden Beinen, am Knöchel und Knie. Sie wird auch mehrfach unter Wasser gezogen und gerät in echte Todesangst und wohl auch Lebensgefahr. Jetzt wissen wir, warum überall am Fluss "Baden verboten" steht. Zum Glück passiert nichts weiteres Schlimmes und sie entkommt dem Wasser verletzt aber lebend.

Nachmittags backt Klaus Kuchen und wir feiern Lars Geburtstag zusammen.

Der Rest des Tages vergeht mit Baden, Spielen, Bilder anschauen und faulenzen wie im Fluge.

Wir planen morgen weiter zu fahren zum Plage de Piemason in der Camargue. ( ca. 220km)

Freitag, 12.8.11 Fahrt ans Meer

Wir ereichen am Nachmittag den Strand und richten uns ein.

Unterwegs haben wir noch eingekauft und für 3 Euro Wasser getankt. Die Kinder sausen sofort ins Meer. Abends sitzen wir zusammen vor dem Womo.

Leider haben wir als Nachbarn eine Jugendgruppe von 6 französichen Jugendlichen, die ein stark qualmendes Lagerfeuer unterhalten und lautstark Musik abspielen und grölen. Gegen 0.00 Uhr starte ich den Diesel und fahre entnervt die 11km bis Salin de Giraud. Dort übernachten wir.

 

Samstag, 13.8.11 / Sonntag 14.8.11 Schöne Tage am Strand

 

Morgens kaufen wir Baguettes und leeren unseren Klotrank am Wohnmobilstellplatz. Dann fahren wir zurück zum Strand zu Zankers.

Die Jugendlichen schlafen größtenteils noch. Wir verbringen einen angenehmen Tag am Strand. Nachmittags bekommen unsere Nachbarn, die Jugendlichen Verstärkung und die Gruppe wächst auf nahezu 20 junge Leute an. Leider steigen Alkohol- und Lärmpegel auch stark an. Abends fangen diese an, Alkohol in die brennenden Strandfackeln zu spucken, meterhohe Flammen sind zu sehen. Ich habe Angst, dass unser Womo in Flammen aufgeht und fahre parallel zu Zankers Womo. Als die Jugendlichen auch noch anfangen betrunken und ohne Licht mit ihren Kleinwagen herumzukurven, ergreife ich die Flucht. Wir stellen uns neben das Restaurant, werden jedoch die ganze Nacht durchgehend von anderen Feiernden beschallt bis morgens um 7.30 Uhr. Dann fährt die Polizei dort vorbei und es wird schlagartig ruhig. Überall am Strand glimmen Lagerfeuer, an zahlreichen Stellen werden Feuerwerkskörper und Böller gezündet, an manchen Stellen brennen bengalische Feuer und machen die Nacht zum Tage. Die nächste Nacht werden wir wieder in den Ort fahren, am Strand ist es mir einfach zu laut.

 

 

Montag, 15.8.11 ein nächtlicher Polizeieinsatz

Wir verbringen einen faulen Tag am Strand mit Zankers. Am Abend scheint es zunächst ruhig, bei einer französischen Wagenburg wird jedoch gefeiert allerdings in gerade noch erträglichem Rahmen. Heute ist Mariaä Himmelfahrt, was die Franzosen mit Feuerwerk feiern. Wir bewundern diese aus der Ferne. Gegen 23.30 Uhr gehen wir zu Bett. Auch Zankers haben nachts umgeparkt und uns per SMS informiert wo sie nun stehen, nur ca 100m von uns entfernt. Wir treffen uns und verbringen einen weiteren faulen Tag gemeinsam am Strand; bei der französischen Wagenburg findet nach 24.00 Uhr  ein "Großeinsatz" der Gendarmerie statt, ein Franzose wird verhaftet, warum auch immer. Dazu wird dieser niedergerungen und ein Gendarm setzt sich auf ihn.

Dienstag. 16.8.11 Wir fahren nach Fontaine de Vaucluse

Unterwegs kaufen wir noch ein, das Tanken ist uns jedoch nicht möglich. 2 Supermarkttankstellen sind zu niedrig, die dritte hat Mittagspause und nimmt unsere Kredit- und EC Karte nicht. Bis zum Parkplatz in Fontaine de V. reicht der Sprit aber noch und wir finden mit etwas Mühe noch 2 Plätze nebeneinander. Am Abend ist der gesamte Parkplatz (3,50 Euro / Tag) mit über 100 Wohnmobilen völlig belegt.

Wir baden am Nachmittag im Fluss und sitzen im Schatten unter den Bäumen. Heute ist unser vorletzter Abend mit Zankers, morgen wollen wir nach St Pierre de Boeuf an die Rhone. Dann müssen wir uns leider trennen, Zankers haben noch etwas länger Urlaub und wir müssen ja am Samstag Birgit in Stuttgart vom Flughafen abholen.

Mittwoch 17.8.11 türkische Verhältnisse

Nach dem Frühstück ver- und entsorgen wir am Klohaus kostenlos, wir machen ein Gruppenfoto von uns allen. Da wir nach 8.00 Uhr aufbrechen, müssen wir an der Ausfahrtsschranke 3,50 Euro bezahlen. Wären wir vor 8.00 Uhr an diesem Tag oder morgen gefahren, hätten wir nichts bezahlt. Wir bezahlen diese Preis gerne für den schönen Platz. Dann geht es für viele Stunden über kleine kurvige Sträßchen weiter. Es wir immer heißer, mittags zeigt das Thermometer 38 Grad C außen und 40.6 Grad C Innentemperatur. Zuviel für unseren Wechselrichter, der eingeschaltet ist um die Nintendos der Jungs zu laden. Er verabschiedet sich mit einem Kurzschluss. - Blöd denn nun kann ich weder mein Handy laden noch mich rasieren. Gut, dass der Urlaub in einigen Tagen zu Ende ist. Die Hitze empfinden wir ähnlich, wie in der Türkei.

Abends erreichen wir endlich St. Pierre de B. Alle stürzen sich ins kühle Wasser der Rhone. Abends sitzen wir mit Zankers zusammen, Klaus hat für uns alle gekocht. Super lecker, Danke! Gegen 23.00 Uhr werden wir von den Schnaken ins Womo getrieben.

Donnerstag, 18.8.11 Paddelpark und Fahrt

Morgens fahren wir mit Zankers in den Paddelpark, Tobias fährt im 2er erst mit Marc, dann mit Fabian die Wildwasserstrecke 2 mal.

Damit man die Boote nicht tragen muss, werden diese auf einem Förderband nach oben transportiert.

Wir gehen im Fluss baden. Nach dem gemeinsamen Mittagessen mit Zankers machen wir uns auf den Rückweg nach Deutschland, Zankers bleiben noch im Park. Wir fahren sehr lange, da wir ab 18.00 Uhr keinen Stellplatz finden. In Baumes les Dames steuern wir gegen 21.00 Uhr den offiziellen Stellplatz am Hafen an. Dieser ist völlig überfüllt und die 7,50 Euro sind uns zu teuer. Wir suchen und finden am Wasser im Ort einen Platz am Straßenrand nach dem örtlichen Supermarkt, dort steht schon ein dt. Kollege.

Freitag, 19.8.11 Fabians Kommentar: Endlich Deutschland

Heute geht es weiter nach Deutschland. In Mühlhausen tanken wir Diesel, danach geht es weiter bis nach Freiburg. Unterwegs suchen wir Wasser, was uns misslingt. Wir finden weder einen Brunnen, noch ein WC public. In Freiburg planen wir auf dem örtlichen Stellplatz den Rest des Tages zu verbringen und Wasser zu tanken. Zunächst kaufen wir bei Real in Freiburg ein, unter anderem ein neues Sprudelgerät, unser altes ist seit 4 Tagen kaputt. Dann hat Heike einen genialen Einfall, warum 7,50 Euro für den Freiburger Stellplatz bezahlen und den heißen Tag in Freiburg verbringen? Besser bis nach Emmendingen fahren, dort ist ein kostenloser  Stellplatz am Schwimmbad mit kostenpflichtiger Versorgung. Für 4 Euro bekommen wir ca. 130 L Wasser. Die Jungs sausen ins Schwimmbad, ich schlafe, Heike liest und rätselt. Später rufe ich unsere mails ab, nach dem Mittagessen am Abend gehen wir in der Eisdiele zum Abschluss ein Eis essen. Leider ist der Urlaub nun vorbei.

Samstag, 20.8.11, Biggi kommt

Am Samstagvormittag bummeln wir durch Emmendingen, am Nachmittag baden unsere Jungs bis 16.00 Uhr im Schwimmbad, dann fahren wir nach Stuttgart zum Flughafen. Birgit trifft pünktlich ein und hat viel zu erzählen. Für die Nacht fahren wir zum "Fildorado" in Bonlanden und parken auf dem Lehrerparkplatz der Schule.- Gut das Ferien sind. Die Parkplätze am Fildorado sind nicht zu empfehlen, nur 4m kurz und nahezu alle schräg.

 

Sonntag, 21.8.2011 / Montag 22.8.11Baden im Fildorado, Astrid kommt.

Es wird wieder ein sehr warmer Tag und entsprechend voll ist es im Schimmbad. Von 10 - 15 Uhr baden wir, danach verbringen wir auf der kleinen Wiese hinter unserem Wohnmobil den Nachmittag. Es gibt sogar einen Spielplatz und einen Bolzplatz. Ersteren nutzen unsere Kinder, für letzteren ist es selbst den Jungs zu heiß.

Am Abend gegen 20.00 Uhr erfahren wir, dass Astrids Flug abgesagt wurde. Sie kann erst morgen kommen. sehr ärgerlich. Wir starten sofort nach Hause, unseren Urlaub einfach einen Tag können wir nicht verlängern. Morgen muss wenigstens einer von uns um 9.00 Uhr in der Kanzlei sein. Am nächste Morgen hole ich Astrid vom Flughafen ab. Ihr Flug soll um 11.00 Uhr ankommen, verspätet sich leicht um 10 Minuten. Am Nachmittag ist die Familie dann wieder vereint.

Wir sind ca. 4000 km gefahren. Frankreich hat uns gut gefallen, vor allem die Stellplatz-Geheimtipps der Familie Zanker. Auch das Zusammensein mit Zankers hat allen sehr viel Spaß gemacht und unsere Jungs würden Tobias Zanker am liebsten adoptieren als großen Bruder.

Furchtbar war hingegen die Wohnmobilschwemme, es war keine Seltenheit sondern die Regel, dass alle Plätze total überfüllt waren. Zum Teil standen über 100 Wohnmobile auf einem Platz. Dies nicht nur an den touristischen Highlights, sondern auch im Wald in der Auvergne. Dies findet einen Teil seiner Begründung sicher in der immer größeren Zahl von Wohnmobilen, aber auch in der Tatsache, dass immer mehr Plätze für Wohnmobile verboten und unbenutzbar gemacht werden. (2m Teppichklopfstange) Dies hat uns bewogen, für den nächsten Sommer Schweden, Norwegen oder Finnland als Reiseziele ins Auge zu fassen, wo die Womoschwemme noch nicht ganz so groß ist.

Als Ausfälle zu beklagen sind Heike Brille (die Anti-Reflexbeschichtung der Gläser hat die Sonne nicht vertragen), einer unserer Lallemand-Stühle (Armlehne gebrochen), unser Wassersprudler und unser Wechselrichter, der bei über 40 Grad C den Heldentod starb.

Danke Zankers, für die schöne gemeinsame Zeit!