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Touren 2009

Schweden

Am Donnerstag, 30.07.2009

starten wir um 16.00 Uhr Richtung Travemünde. Unterwegs treffen wir uns mit unseren Freunden, Familie Unger auf der A5 am Rastplatz Bergstraße. Zuvor kommt aber der Stau, für 45 km brauchen wir über 2 Stunden. So treffen wir erst gegen 19.00 Uhr auf dem Rastplatz ein. Auch die folgenden 600 km sind gekennzeichnet von häufigen und nervigen Staus. Mehrere Nachbaustellen, auf denen der Verkehr nur einspurig geführt wird, sorgen so für einen Zeitverlust von insgesamt 2 Stunden. So treffen wir erst gegen 3.00 Uhr nachts im Hafen ein, statt wie geplant gegen Mitternacht. Wir suchen uns im Hafen einen Parkplatz und fallen müde in die Betten.

Freitag, 31.07.09

Am Hafen, wir warten auf die Fähre

Um 6.50 Uhr werden wir nach knapp 3,5 Stunden wieder wach. Nach dem Frühstück fahren wir zum Check in, das problemlos dank der Vorbuchung / -bezahlung funktioniert. Um 9.30 Uhr rollen wir auf das Boot und richten uns ein. Die Finnlines probieren wir dieses Jahr zum ersten mal aus, nachdem die TT Lines so teuer geworden sind. Das Schiff ist zwar kleiner aber auch nicht so überfüllt.

Es sind gerade einmal 5 Wohnmobile und ca. 10 PKW die auf die Fähre wollen. Auch an Bord ist es relativ leer, was wir als recht angenehm empfinden.

Auf der Fähre

 

Pünktlich um 19.00 Uhr rollen wir von Bord und die ca. 70 Km bis zu unserem Stellplatz in Ryfebäck den wir aus dem Jahr 2007 noch kennen. Als wir dort ankommen, stehen schon ca. 10 schwedische Wohnmobile dort. Dies ist aber kein Problem, die Fläche ist groß genug. Unsere Kinder sind trotz dem starken Wind nicht davon abzuhalten im Meer zu baden. Später am Abend sitzen unsere Kinder und Laura bei uns im Wohnmobil, die Jungs von Familie Unger sind schon erschöpft eingeschlafen. Wir Erwachsenen sitzen bei Familie Unger und planen für den nächsten Tag. 

Samstag, 01.08.09

Nach dem Frühstück starten wir Richtung Norden. Unterwegs tanken wir und füllen unseren Wassertank. Mittagsrast machen wir bei Mellerud am Vänern - See.

Es ist schönstes Wetter und die Kinder gehen schon wieder baden. Allerdings ist das Wasser so kalt, dass Baden auf schwedisch angesagt ist, d.h. hineinsausen und nach kurzer Zeit wieder raus. Nach ausgiebiger Mittagsrast fahren wir weiter. Nachdem wir den Dieseltank nach 530 km wieder leergefahren haben, tanken wir und fahren noch ein kleines Stück Richtung Mora auf der E 45. Auf Höhe Gävunda/Skinäs ( N 60 47.023, E 14*09.318) stoppen wir am See. Inzwischen ist es 19.00 Uhr geworden und Zeit fürs Abendbrot. Unter Kiefern richten wir uns für die Nacht ein. Die Kinder zünden ein Lagerfeuer an und sind "Feuer und Flamme".

 

 

Morgen wollen wir bis Östersund und dort einen Tag pausieren.

Sonntag, 02.08.09

Wir starten Richtung Östersund und fahren zur Mittagszeit durch die Wolken und Nieselregen. Mittags kaufen wir Brot und Milch ein ehe wir weiterfahren. Gegen Abend erreichen wir Östersund, dort tanken wir wieder Diesel und füllen den Wassertank. An unserem Stellplatz von 2007 liegen riesige Müllberge, es war wohl ein großes Fest o.ä. und die Festbesucher haben massenhaft Müll zurück gelassen, Fahrräder, Bürodrehstühle, Zelte etc. Familie Unger ist entsetzt und hat einen Fluchtreflex. Wir sind aber müde und während wir beratschlagen räumen Helfer den Müll zum Eingang des Platzes zu einem großen Haufen. So beschließen wir zu bleiben. Nach dem Abendessen spielen wir "Männchen in der Suppe", danach gehen die Kinder ins Bett. Ich finde ein offenes Wlan und und checke die e-mails. Danach schreibe ich Reisebericht, später sitzen wir Erwachsenen zusammen.

Montag, 03.08.09

Ungers möchten lieber weiterfahren und so starten wir morgens Richtung Wildmarksvagn. Unterwegs entsorgen wir noch bei einem Rastplatz. In der Mittagszeit erreichen wir das

Beppe Museum.

Die Inhaberin erklärt uns auf Englisch, wir könnten kostenlos alles ansehen, da die Erläuterungen nur schwedisch seien und wir somit nichts verstehen würden. Dies empfinden wir als sehr freundlich und die Kinder nutzen mit Begeisterung die Schaukeln. Nach ausgiebiger Mittagsrast starten wir nach Strömsund. Dort besichtigen wir das nette kleine

Freilichtmuseum, dass dem Riesen Jorm gewidmet ist.

 

 

Auch dieses ist kostenlos. Am Parkplatz gibt es sogar Wasser und wir füllen die Tanks auf. Gegen Abend erreichen wir einen netten kleinen Parkplatz und richten uns dort für die Nacht ein. Fabian ist es als einzigem nicht zu kalt im See zu baden. Wir stellen fest, dass wir an dieser Stelle 2007 Mittagsrast gemacht hatten.

Beim gemeinsamen Abendessen

Abends starten die Kinder ein kleines Lagerfeuer, aber weil sie zuwenig Holz gesammelt haben, geht dieses bald wieder aus.

Dienstag, den 04.08.09

Nach dem Frühstück erreicht uns eine Hiobsbotschaft, unsere Mitarbeiterin in der Kanzlei, die in unserer Abwesenheit die Post versorgt, hat sich ausgesperrt. Wir telefonieren verzweifelt um eine Lösung zu finden. Leider hat fast sonst niemand einen Schlüssel. Also schicken wir meinen Vater los, damit dieser notfalls die Tür mit Werkzeug öffnet. Als er am Abend eintrifft, stellt er fest, das die Tür aufgestellt ist, also einfach aufgedrückt werden kann. Wir können nicht nachvollziehen, warum unsere Mitarbeiterin nachdem sie feststellte, dass sie den Schlüssel in der Kanzlei vergessen hat, nicht wenigstens gegen die Tür gedrückt hatte. Na ja, Hauptsache die Dame hat wieder Zugang ins Haus.

Wir fahren weiter und erreichen am  Mittag

den Hällingsafallet,

den wir schon 2007 besuchten. Wir freuen uns über die neu gebaute Grillhütte, die wir später am Abend noch für ein Feuer nutzen.

 

Zunächst besichtigen wir den Wasserfall, danach brechen wir zu einer kleinen Wanderung auf. Leider setzt Regen ein und wir flüchten zurück zu den Womos. Wir warten den Regen im Womo beim Kartenspiel ab. Danach spielen wir Fussball und Federball. Wir schlafen wunderbar ruhig und gut.

Mittwoch, 05.08.09

Wir brechen auf der Schotterstraße nach Gäddede auf, dort tanken wir Diesel, Wasser und kaufen ein. Von dort aus fahren wir hoch zum Stekenjokk, in ca.  800 m Höhe brechen wir zu einer kleinen Wanderung auf. Es geht über Stock und Stein und leider ist es z.T .sehr sumpfig und nach ca. 2 Km ist es so schlimm, dass wir aufgeben müssen. Vor allem der kleine Luca hat Schwierigkeiten mit seinen 3 Jahren bei diesen Wegen mitzuhalten.

So kehren wir zurück zum Womo und essen zu Mittag. Danach geht es weiter zum Samendorf und der Kirchstadt Fatmomakke.  Dorthin kamen die Leute, um dort zur Kirche zur gehen. Es gab genügend Unterkünfte für viele Personen, eine Steinkirche und eine Kirche in einer Samenkate. Dazu stehen auf dem Gelände ca. 100 Samenkaten.

   

Von dort aus fahren wir dann zum Trappstegforsen (Treppenstufenwasserfall).

 

Die Kinder freuen sich über ein Eis, danach geht es noch ca. 15 km weiter zum heutigen Tagesziel, einem schönen Parkplatz am Kultsjöan. 2007 standen wir hier alleine, dieses Jahr stehen schon 3 Wohnmobile. Wir finden zu zweit noch Platz und richten uns ein. Die Kinder gehen im eiskalten See baden, es gibt auch einen kleinen Wasserfall. Im sprudelnden Wasser macht das Baden besonders Spass.

Harald ist völlig erschöpft und schläft schon um 20.00 Uhr, Evelyn und wir flüchten vor den Schnaken ins Wohnmobil und planen die weitere Tour.

Donnerstag, 06.08.09

Wir starten morgens und fahren den BlaWägn. Zur Mittagszeit sind wir kurz vor der schwedisch/norwegischen Grenze und tanken Diesel, Wasser und picknicken bei strahlendem Sonnenschein auf einem Friedhofsparkplatz.

Gegen 16.00 Uhr erreichen wir die Gronligrotte und können noch die 16.00 Uhr Führung mitmachen. Auf Nachfrage wird uns bestätigt, dass wir die Nacht auf dem Parkplatz zubringen dürfen.

Bei der Besichtigung der Höhle bittet der Führer eindringlich um Nachfragen. Evelyn erbarmt sich, da ihr Sohn mal wieder dringend ein Klo sucht: "I bet you dont have a toilet here in?" und erntet großes Gelächter. Die Kinder spielen Fußball, später spielen wir zusammen mit den Kindern Völkerball.

Abendessen bei der Gronligrotte

Freitag, 07.08.09.

Freitag starten wir um 9.00 Uhr zum Svartisengletscher,

wir wollen mit dem ersten Boot um 10.00 Uhr übersetzen. Dies gelingt uns auch. Wir bezahlen 500 schwedische Kronen (ca. 50 Euro) Nach relativ anstrengendem Anstieg erreichen wir nach ca. 90 Minuten den gefrorenen Schnee des Gletschers.

Der kleine Luca hält mit seinen 3,5 Jahren wacker mit. Die Kinder sind vom Schnee begeistert.

Nach ausgiebiger Mittagsrast steigen wir wieder ab und erreichen sogar das 14.20 Uhr Boot auf die Minute. Zurück am Womo gibt es Eis für die Kids, Evelyn würde gerne duschen, das aber wird abgelehnt, wir wollen weiter. Gegen 17.00 Uhr erreichen wir den Polarkreis.

 

Wir hatten überlegt dort zu übernachten, der kahle Parkplatz gefällt uns aber nicht. So düsen wir weiter und erreichen ca 25km später am Fluss einen schönen Parkplatz mit Mülleimer, Picknickbänken und Trockenklo. Wir begutachten den Fluss und alle steigen nach und nach in die kühlen Fluten. Wir spülen den Schweiß ab, den wir von Aufstieg auf den Gletscher noch an uns haben.

  Unser Stellplatz an der Brücke

  Ein erfrischendes Bad, das tut gut

Nach dem Abendessen sitzen wir zusammen und freuen uns bei einem Bier über den gelungenen Tag.

Update:

Der heutige Tag wird von allen (und das will heißen bei 6 Individualisten) im Nachhinein als das Highlight der Reise empfunden. Erst der relativ anstrengende Aufstieg zum Gletscher, bei ca. 25 Grad c, aber gefühlten 40 Grad C und dann, nach der Polarkreisüberquerung das erfrischende Bad im traumhaft klaren, eiskalten Gletschertauwasser !

 

Samstag, 08.08.09

 

Wir starten um 9.00 Uhr nach unruhiger Nacht. Bis nach Mitternacht kamen ständig Personen auf der Suche nach einem Nachtquartier auf den Parkplatz. Erst ein weiteres Womo, das unmittelbar vor uns parkt. Später junge Leute mit einem PKW und gegen 1.30 Uhr nachts noch 2 Rucksacktramper. Alle umrunden unser Womo, wohl auch um die Tafel zu lesen, vor der wir stehen. Allerdings steht hier nichts lesenswertes drauf, außer dass man den Müll in den Container werfen soll etc.

Nein, das bin nicht ich !

 

Bei der Weiterfahrt am nächsten Morgen tanken wir Wasser und Diesel und können unseren Abwassertank an einem Gully an der Tankstelle entleeren.

Zur Mittagszeit erreichen wir den Welt stärksten Gezeitenstrom (Saltstraumen) zwischen dem Satlfjord und dem Skjerstadfjord in der Nähe von Bodo.

Es ist allerdings gerade Ebbe und die Strömung nicht auf dem stärksten Stand. Trotzdem sind die Angler eifrig dabei und einer zieht auch einen recht großen Fisch an Land.

Nach dem Mittagessen fahren wir weiter und erreichen die E 6 wieder und fahren bis zum Fährhafen in Bogenes. Dort endet die Straße vorerst und es geht per Fähre weiter. Diese empfinden wir als relativ teuer, da wir nicht nur das Womo, sondern auch für jede Person bezahlen müssen. Wir bezahlen 300 NOK, ca. 35 Euro für die ca. 20 minütige Überfahrt.

Am anderen Ufer angekommen, geht die E 6 weiter und wir beginnen die Suche nach einem Übernachtungsplatz. Dies gestaltet sich etwas schwierig, am Fjord gibt es entweder keinen Platz oder dieser ist in fester privater Hand. ca. 30 km nach Ballanger haben wir endlich Glück, etwas unterhalb der Straße ist ein Kriegsdenkmal für die Besatzung bzw. Befreiung von Narvik im 2. Weltkrieg angelegt und auf dem Parkplatz davor stehen schon ca. 15 Wohnmobile. Wir stellen uns dazu und kochen zu Abend. Danach spielen wir mit den Kindern Wizard, ehe alle müde ins Bett gehen.

 

Sonntag, 09.08.09

Wir brechen auf nach Schweden. Wir wollen in den Nationalpark bei Abisko. Zuvor tanken wir in Narvik nochmals Wasser und 25 Liter Diesel. An der Tankstelle beginnt es zu regnen und als wir Abisko erreichen geht ein heftiger Regenguss nieder. Der Stellplatz ist ein unebener schräger Parkplatz, ohne jeden Baum oder Komfort. Es gibt auch keine Mülleimer. Der Platz ist wenig einladend, sein einziger Vorteil ist die Nähe zu den schönen Wanderwegen.Trotz des Einsatzes von 3 Unterlegkeilen stehen wir immer noch schräg. Am Nachmittag hört es auf zu regnen und wir starten zu einer 7 km Wanderung. Danach kaufen wir noch ein, unser Brot ist schon wieder leer. Am Abend sitzen wir ein letztes mal mit Familie Unger zusammen. Sie wollen nicht wandern und ansonsten ist es hier ja langweilig. So werden sie sich morgen von uns trennen und eigene Wege fahren. Sie wollen zur Ostküste, wir zunächst noch wandern und später mehr im Inland bleiben. Vielleicht treffen wir uns später noch einmal.

Der Stellplatz

Ungers haben noch ein technisches Problem an ihrem Womo, im Bereich des Warmwasserboilers steht Wasser im Wohnmobil und tropft sogar heraus. Es ist unklar, wo das Wasser herkommt. Am wahrscheinlichsten handelt es sich um Regenwasser, das über den Auspuff des Boilers ins Innere läuft. Nach Haralds Ansicht muss dies wohl schon seit Jahren sein, da das Holz z.T. schon angemodert ist. Dies bestätigt meine Einschätzung, dass die teuer bezahlten Dichtigkeitsprüfungen nur Abzocke sind und man sich am besten selbst um die Dichtigkeit des Womos kümmert. Wir haben nur die erste Dichtigkeitsprüfung machen lassen und uns die 60 Euro danach immer gespart. Nun ist das Womo eh 7 Jahre alt und die Dichtigkeitsgarantie wäre seit einem Jahr abgelaufen.  

Montag, 10.08.09

Heute morgen ist das Wetter vielversprechend, es scheint sogar die Sonne und wir beschließen mit der Seilbahn auf den Berg zu fahren. Diese fährt von ca 400 bis ca. 800 Höhenmetern, die restlichen ca 300 müssen per pedes in ca. 2 km Strecke bewältigt werden.

Nach recht anstrengendem Anstieg ist der Gipfel erreicht. Birgit trägt uns ins Gipfelbuch ein und wir stärken uns mit Sprudel und Keksen bzw Apfel. Gegen 13.45 Uhr erreichen wir das Womo wieder und essen zu Mittag. Danach gehen wir zum Touristenzentrum ins Naturum, einem kostenlosen Museum zum Nationalpark und der dortigen Pflanzen- und Tierwelt. Das ganze ist recht nett vor allem für Kinder gemacht. Wir kaufen Ansichtskarten und kehren zum Womo zurück. Kurz darauf setzt ein heftiger Regen ein und wir überlegen, ob wir morgen wohl nochmal wandern können.

Dienstag, 11.08.09

Wir schlafen lange und als wir aufgestanden sind, ist klar, dass wir heute wandern gehen können. Wir wollen den NjajakaurenNaturstig laufen, einen ca 2,5 stündigen Rundweg.

Der Weg ist auch gut mit kleineren Kindern zu bewältigen und steigert sich hinsichtlich seiner Schönheit. Gegen Ende machen wir am Canyon Picknick, ehe wir am frühen Nachmittag das Womo wieder erreichen.

Heute müssen wir weiterfahren, unser Wassertank ist leer und der Abwassertank und beide Klocassetten sind voll. In Abisko tanken wir Wasser und Diesel und fahren ca, 15 km weiter zum nächsten Picknickplatz mit "Latrin". Dort leeren wir unsere Tanks und stellen fest, dass dieser Platz eine schöne Basis zum Übernachten gewesen wäre. Er bietet eine Schutzhütte, Grillstellen, Picknickbänke, Mülleimer und das Luxusklohaus. Das einzige was fehlt ist Frischwasser, aber das könnte man sich aus dem Fluss schöpfen. Wenn wir das vorher gewusst hätten, hätten wir sicher eine Nacht hier gestanden und wären zum Wandern lieber die ca. 20 km zurückgefahren.

Nach dem Entsorgen geht es weiter nach Kiruna, hier wollen wir einkaufen und ein Wlan suchen um unsere E-mails zu checken. Nach kurzer Suche finden wir ein offenes Wlan und checken unsere E-mails...Sie haben 74 ungelesene mails... Das meiste können wir löschen, ca. 10 Stück beantworten wir sofort, einige können warten, bis wir wieder zu Hause sind. Im Anschluss sehen wir noch kurz nach ob und wo es eine Draisinenstrecke in der Nähe gibt, die Kinder würden gerne Draisine fahren.

Danach fahren wir zum Picknickplatz zum übernachten, eine Empfehlung aus unserem Reiseführer mit dem Womo nach,,,,,Seite Nr..... Als wir eintreffen ist der Platz menschenleer, nur die Mülleimer sind überfüllt. Nach und nach treffen die "Schulz-Leser" ein, Zuerst ein kleiner Kastenwagen, dann ein alter Feuerwehrbus aus Karlsruhe, danach ein kleiner Pkw und zum Schluss ein Womo aus Österreich und eines aus Schweden. Nun ist der Platz voll und es setzt ein leichter Regen ein.

 

Für Erheiterung sorgt Astrid als sie sich zunächst weigert den Rest aus dem Nutellaglas auszukratzen und auf ihr Baguette zu schmieren. Sie begründet dies damit, das der Rest "glasig" schmecke.

Wir spielen die Canastarunde fertig, ehe alle ins Bett gehen.

 

Mittwoch, 12.08.09

Bei strömenden Regen starten wir am nächsten Morgen. Unser nächstes Ziel ist das alte Wasserkraftwerk von Vattenfall bei Porjus. An der dortigen Information finden wir wieder ein Luxusklohaus, an dem wir Toiletten- und Abwassertank ordnungsgemäß leeren können. Danach geht es zum E-werk. Leider gibt es z.Zt. nur Führungen auf schwedisch oder englisch. Wir sind die einzigen Besucher und so macht die englischsprachige Führerin immer wieder Pausen, damit wir für die Kinder übersetzen können. 50 m unter der Erdoberfläche ist das Maschinenhaus in dem die Turbinen und Generatoren montiert sind. Eine Turbine wurde mit dem Schneidbrenner aufgeschnitten, so dass man hineinlaufen kann.

Wir bewundern das riesige Rohr durch das das Wasser aus 15 m Höhe auf die beiden Turbinenschaufeln stürzt.

Die Turbinenschaufeln ließen sich hydraulisch verstellen, der nötige Antrieb für die Hydraulik wurde ebenfalls auch der Wasserkraft über die Turbine selbst gewonnen.

Nach ca. 45 Minuten ist die Führung beendet und wir wieder über der Erde. Wir tragen uns noch ins Gästebuch ein, danach fahren wir weiter zum Nationalpark Muddus. Nach 20km Schotterstraße erreichen wir den Parkplatz. Hier gefällt es uns jedoch nicht, durch die Bäume ist es dunkel und viele Schnaken sind unterwegs. Trotzdem ist es bis zum Fluß sehr weit. Zu Beginn der Abzweigung zum Nationalpark haben wir am Stausee eine große freie Fläche mit jungem Baum- und Pflanzenbestand gesehen. Dies gefällt uns besser. Wir fahren daher dorthin zurück. Birgit und Fabian gehen trotz des sehr kalten Wassers baden. Später spielen alle außer Astrid Fussball, Birgit und Heike und ich Boule. Wir Erwachsenen genießen den strahlenden Sonnenschein und trinken draußen Kaffee. Abends flüchten wir vor den Schnaken ins Womo.

Donnerstag, 13.08.09

Unsere erste Fahrt führt uns heute morgen nach Jokkmokk, wir brauchen Diesel und Frischwasser, Brot und diverse andere Lebensmittel. Unterwegs besichtigen wir noch die Samenkunst auf dem Stauwehr.

Nach dem Einkaufen geht es die ca. 120 km in den Nationalpark bei Kvikkjokk auf  z.T. sehr holperiger Strecke. Unser Reiseführer schwärmte von dieser Strecke als besonders sehenswert, was ich nicht nachvollziehen kann. Am Endpunkt angekommen, essen wir zu Mittag. Nach dem Kaffee fahren wir zurück zum Infoplatz bei Jokkmokk. Dort wollen wir übernachten.

Unterwegs stoppen wir noch kurz an einem PKW, der abseits der Straße auf dem Dach liegt. Zum Glück wurde wohl niemand verletzt, ein Fahrzeuginsasse ist nicht vorhanden. Wie wir erst bei der Weiterfahrt sehen, steht auch schon ein Warndreieck. 20 Minuten später kommt uns der Abschleppwagen aus Richtung Jokkmokk entgegen, er ist sicher über 1 Stunde bis zum Unfallort unterwegs.

Unterwegs regnet es, als wir gegen 16.00 Uhr am Übernachtungsplatz eintreffen stehen schon einige Womos. Birgit und Fabian gehen schwimmen, Marc immerhin bis zum Po ins Wasser. Astrid schafft es nur bis zu den Knöcheln, ihr ist es zu kalt.

Im Laufe des Nachmittages kommen noch einige Womos dazu, gegen 19.00 kommt noch ein 35 Jahre alter Bedford (Opel) Kastenwagen dazu.

Freitag, 14.08.09.

Wir starten nach dem Frühstück nach Jokkmokk zum Samenmuseum, dieses ist vor allem für Kinder nett gemacht und man erhält einige kopierte Seiten mit deutschsprachigen Erläuterungen am Empfang. Heike und Fabian sind ganz fasziniert, der Rest der Familie geht nach 1,5 Stunden zum Womo zurück.

 

Dort finden wir ein offenes Wlan und ich checke die E-mails. Danach essen wir zu Mittag, ehe wir zu den größten Stromschnellen Skandinaviens weiterfahren. Vorher halten wir am Polarkreis an.

Den Polarkreis markieren die dicken Steine

Dort leeren wir im Luxusklohaus die Tanks bzw. füllen Frischwasser nach. Wir treffen am Nachmittag am Storforsen, in einem weiteren Nationalpark ein. Wir sind von den Stromschnellen  beeindruckt. Dieser Fluss ist einer von nur noch vieren in ganz Schweden, der noch nicht zur Stromerzeugung genutzt wird und somit noch in seinem natürlichen Bett wildromantisch zu Tale donnert.

Leider dürfen wir hier im Nationalpark nicht mit dem Womo übernachten. So starten wir nach ausgiebiger Besichtigung der Stromschnellen und fahren noch ein paar Kilometer weiter Richtung Arvidjaur. Ca. 35 km vorher stoppen wir an einem Picknickplatz und übernachten dort. Morgen möchten wir Draisine fahren.

 

Samstag, 15.08.09

Als wir an der Tourismusinfo eintreffen an der die Draisinen gebucht werden müssen, lesen wir, dass diese am Wochenende erst um 12 Uhr öffnet. Also müssen wir noch fast 2 Stunden warten. Wir machen das beste daraus und stellen uns neben den Spielplatz. Marc und Fabian gehen Fußballspielen. Wir sind dann die ersten um 12.00 Uhr an der Touristinfo und erfahren, dass die Draisinen nur einen Sitzplatz bieten, also müsste jedes Kind selbst fahren. Es gibt genau 7 Stück, wir bräuchten 6. Die Lady an der Info meint aber, es könnte problematisch mit den Kindern sein, da die Draisinen zu hoch sind. Wir sollen erst einmal schauen. Also sausen wir mit dem Womo zu den ca. 1 km entfernten Draisinen. Die Befürchtung bewahrheitet sich, die Draisinen sind für die Jungs selbst auf niedrigster Satteleinstellung zu hoch und zudem in einem recht schlechten technischen Zustand. Da trösten uns die vergleichsweise günstigen 80 SEK je Stück (ca. 7,50 Euro) nicht wirklich.

Außerdem setzt auch noch Regen ein. Wir fahren zurück zur Touriinfo und sagen Bescheid, dass wir die Draisinen nicht wollen. Danach geht es nach dem Mittagessen weiter Richtung Ostküste nach Skellefteahamn. Unterwegs kommen wir wieder an einem Luxusklohaus vorbei und nutzen die Gelegenheit zur Entsorgung. Der Rastplatz ist an einem schönen See gelegen und da inzwischen die Sonne wieder scheint, gehen alle Kinder baden. Auf einer Tafel steht die Wassertemperatur, 11,8 Grad C. Danach wollen wir einer Empfehlung des Womo-Führers folgen und den Badplats von Skellefteahamn ansteuern. Als wir dort gegen 16.00 Uhr eintreffen scheint die Sonne und die Jungs und Birgit gehen im bottnischen Meerbusen erneut baden.

Kaum sind sie schnatternd wieder im Wohnmobil, setzt Regen ein, der uns die ganze Nacht und den ganzen nächsten Tag erhalten bleiben wird.

Fabian dick eingepackt, sogar mit Mütze

Sonntag, 16.08.09

Der Dauerregen macht die Entscheidung leicht, wir fahren weiter Richtung "Höga Kusten". Dabei handelt es sich um eine Landhebung in größerem Ausmaß der Küste. Im Informationszentrum an der E 4 erfahren wir, dass auf dem Land an der Küste in der Eiszeit 3000m (3KM) Eis lagen. Nachdem dies wegschmolz und das Land von diesem Gewicht befreit ist, hebt sich die Küste jedes Jahr um 8mm. Wir besichtigen das Naturum und informieren uns. Danach suchen wir uns im Wald in der Nähe einen Stellplatz für die Nacht. Als wir dort gegen 17.00 Uhr eintreffen, sind wir allein, Nach und nach füllt sich der Platz mit lauter Hamburger Landsleuten. Zuerst ein alter VW Bus, dann ein Wohnwagen mit zusätzlichem PKW und 2 Rentnerehepaaren.- Unglaublich, das wäre uns im Norden nicht passiert. Wegen des Regens bleiben wir und alle anderen Camper in ihren Domizilen. Wir essen zu Abend, spielen Karten und ein Teil der Familie schaut Harry Potter auf DVD. Es sind hier  z.Zt. 10,5 Grad C, von meinem Vater erfahren wir telefonisch, dass in Deutschland z.Zt. 34 Grad C und strahlender Sonnenschein ist.

Montag, 17.08.09

Am Morgen beginnt sich der Parkplatz schon kräftig zu füllen, als wir Richtung Slåttdalsskrevan aufbrechen. Zunächst geht es schön gemütlich Richtung Meer. Die Kinder beschließen, dass sie auf dem Rückweg hier unbedingt im Sand spielen möchten.

Dann geht es bergauf und der Weg wird immer unwegsamer. Es geht über Bohlen, die tatsächlich völlig im Wasser liegen und dann auch noch über richtige Geröllfelder.

Wir wundern uns, dass eine andere Womo-Besatzung mit zwei kleineren Kindern vom selben Parkplatz nicht umdreht. Nach 4,3 Kilometern erreichen wir - sehr plötzlich - die Schlucht.

  

Nach einem kurzen Picknick (im Schatten ist es recht kühl und die Steine sind vom Vortag noch feucht) gehen wir den gleichen Weg zurück. Der Abstieg ist teilweise recht abenteuerlich. Das sind eben echte schwedische Wanderwege. Am Meer vergnügen sich die Kinder dann noch im Sand, während massenweise Touristen auftauchen - überwiegend Deutsche.

Da unser Urlaub sich so langsam dem Ende nähert, verlassen wir nach dem späten Mittagessen dann auch mit einer sehr sauberen Womo-Besatzung (alle haben noch geduscht) den - inzwischen fast schon überfüllten - Parkplatz und fahren weiter entlang der Höga Kusten, u.a. auch über die Höga-Kusten-Bron.

Bei Härnösand in Smitingen finden wir - dank Womo-Führer - einen

wunderschönen Strand am Meer.

Die Kinder stürzen sich alle vier mit großer Begeisterung ins Meer. Marc ist allerdings danach heftig durchgefroren und Fabian sieht aus wie ein paniertes Schnitzel (er hat sich in den Sand gelegt). Das ist heute gar nicht so gut, weil wir sowieso schon fast kein Wasser mehr haben.

Gernot und Fabian erkunden danach - in Badeclogs - noch den Grottastig zu den Grotten und machen uns den Mund wässrig.

Dienstag, 18.08.09

Nachdem gestern die Familie schon gemeint hatte, das müsse die letzte Wanderung gewesen sein, starten wir gleich morgens um 8 Uhr zu den Grotten. Fabian möchte auch noch den Weg zur zweiten Grotte gehen, nachdem er aus Zeitgründen gestern nur eine Grotte sehen durfte. Astrid will nicht mit und nutzt unsere Abwesenheit, um das Frühstücksgeschirr zu spülen und wegzuräumen.

Die Wanderung dauert auch nicht, wie angekündigt, nur eine Stunde, sondern wir sind mehr als zwei Stunden unterwegs. Auch dies sind wieder Wege, wie sie in Deutschland als ausgezeichnete Routen sicherlich undenkbar wären.

 

Die roten Punkte markieren den Weg

Hier gab es sogar mal eine Holzleiter

Zunächst geht es sehr gemütlich los, aber am Ende steigen wir über riesige Felsbrocken ab zu den Grotten. Die Kinder fanden die Wanderung super spannend, waren allerdings enttäuscht, dass die Seile nicht an 90 °-Wänden abwärts führten. "Da brauche ich kein Seil.", betonen Birgit und Marc immer wieder. Allerdings verletzt sich jedes Kind mindestens einmal leicht auf dem Weg, woran sich zeigt, dass der Weg doch nicht ganz so einfach zu bewältigen war.

Nach Tanken von Wasser und Diesel, Entsorgen des Abwassers und einem Einkauf starten wir dann Richtung Stockholm. Wir fahren noch nicht allzu lang, als das bislang wunderbare Wetter plötzlich umschlägt und es in Strömen regnet.

In Sundsvall können wir das große Y bewundern. Nach einer Mittagsrast fahren wir weiter und erreichen (schlechtes timing) um 17.30 Uhr den Großraum Stockholm und stehen prompt im Stau. Nachdem die Stauwarner auf der E 4 uns lange Staus anzeigen, verlassen wir gleich die E 4 und folgen der E 18. Dort ist deutlich weniger Verkehr. In Enköping folgen wir den Wegweisern zur Straße 55 Richtung Nörrköpping und suchen uns einen Stellplatz. Das stellt sich als gar nicht so einfach heraus, nachdem wir den Wanderparkplatz am Naturreservat zu spät entdeckten. Dann begeben wir uns auf die kleine Straße Richtung Fähre über den Mälarsee und siehe da, an einem Parkplatz - ggü. dem Badplats - finden wir einen Stellplatz neben einem polnischen Zelt. Der Badplats ist zwar sehr einladend, Wetter und See aber heute weniger, so dass niemand mehr ins Wasser springt. Außerdem war es schon spät abends, Mücken umschwirrten uns und wir hätten über die Straße gehen müssen.

Mittwoch, 19.08.2009

Am nächsten Tag fahren wir wieder sehr viel und kommen am Abend wieder in Rydebäck an. Dort verbringen wir noch einen schönen letzten Abend in Schweden. Es ist sehr warm geworden, so dass die Kinder bis am Abend draußen spielen.

 

Donnerstag, 20.08.2009

Am nächsten Morgen starten wir zunächst - nach einem letzten Tankstopp - nach Malmö, um uns zuerst die Öresundbrücke anzusehen. Wir stehen auf dem Aussichtsplatz und stellen uns vor, wie wir jetzt gleich über die Brücke fahren werden. Eine Ausstellung zur Brücke gibt es leider nicht mehr, zumindest ist das Gebäude geschlossen.

Die Schweden sonnen sich die ganze Zeit, es ist nämlich sehr warm geworden. Trotz der hohen Preise fahren wir über die Öresundbrücke und danach durch den Tunnel. Die Kinder können zunächst gar nicht glauben, dass wir jetzt unter der Ostsee durchfahren, wir kommen aber wieder glücklich oben an.

Heute wollen wir es wirklich wissen und fahren danach über den großen Belt. Auch dort sind die Preise gepfeffert. Mit der Fähre wäre es billiger gewesen und dabei ist noch nicht einmal der Diesel gerechnet. Es war aber sehr interessant und wir haben es jetzt einmal gesehen. Nächstes Mal werden wir wohl wieder auf die Fähre zurückgreifen.

Langsam wird es fast unerträglich. Die 40 ° C-Marke ist zwar noch nicht ganz erreicht, aber weit entfernt sind wir nicht mehr davon.

Unsere Mittagsrast machen wir auf einem sehr gepflegten dänischen Rastplatz, am Abend erreichen wir Deutschland.

Im Harz, bei Mechtshausen, übernachten wir und zwar direkt beim Friedhof, bei der letzten Ruhestätte von Wilhelm Busch.

Es ist fast Mitternacht und sehr schwül. Plötzlich kommt dann aber das Gewitter und es regnet heftig.

Später haben wir erfahren, dass dies der heißeste Tag des Jahres in Deutschland mit 38 Grad C war. Den Kindern war es viel zu heiß und sie sind nachträglich noch froh, dass wir dieses Jahr im kühlen Schweden bzw. Norwegen waren.

 

Freitag, 21.08.2009

Heike hätte gerne das Wilhelm-Busch-Haus noch angesehen, wenn wir schon mal hier sind, aber leider öffnet es erst um 14 Uhr, zu dieser Zeit sind wir schon fast wieder zu Hause. Am späten Vormittag sind wir wieder Zuhause.

Wir laden Berge von schmutziger Wäsche aus und riskieren einen ersten vorsichtigen Blick in die Kanzlei. Die Aktenberge halten sich zum Glück in vertretbarem Rahmen. Trotzdem werden die kommenden 2 Wochen sehr arbeitsintensiv, es ist einiges aufzuholen.

Wie immer, die Zeit ging viel zu schnell herum, die 3 Wochen vergingen wie im Fluge. Mit dem Wetter hatten wir dieses Jahr viel Glück und wir können uns vorstellen, bald wieder zu kommen, der Empfehlung auf dem Schild werden wir Folge leisten:

 

 

 

Ostertour nach Berlin

Mittwoch, 08.04.09

Am Mittwochabend starten wir gegen 17.30 Uhr Richtung Berlin. Die Straßen sind ungewöhnlich frei und wir fahren staufrei bis in Höhe Dessau. Dann ist es 0.30 Uhr und wir sind müde. Wir fahren von der Autobahn ab und fahren Richtung Dessau. In einem Waldgebiet fahren wir auf einen Waldweg und parken. Wunderbar ruhig schlafen wir dort bis 8.00 Uhr.

Donnerstag, 09.04.

Morgens nach dem Frühstück fahren wir Richtung Dessau wo wir unterwegs einen LIDL sehen und die von mir vergessenen Kleinigkeiten wie Spülmittel und Aufschnittkäse kaufen. Dann geht es wieder auf die Autobahn. In der Mittagszeit erreichen wir die Simon-Dachstr. in Berlin, unser heutiges Etappenziel. Am Beginn der Revalerstr. parken wir und starten zu einer ersten Erkundungstour im Quartier. Gegen 17.00 Uhr treffen wir uns mit unseren Bekannten, Familie Schrein, die in der Simon Dacht Str. wohnen zum gemeinsamen Abendessen in einer der zahlreichen Kneipen in der Simon Dach Str.

Danach fallen wir müde in unsere Betten. Aber wir haben nicht mit den Besuchern der Simon Dach Str. gerechnet. Berlin, the City that never sleeps. Um uns herum steppt der Bär. In Sprachen aller Herren Länder wird gesprochen, gegrölt, gesungen und geflucht und das durchgehend bis morgens um 6.00 Uhr. Zunächst kann ich schlafen, bis um 4.00 Uhr eine Gruppe italienischer Jugendlicher mit einem 25 Jahre alten VW -Bus hinter dem Womo einparkt, das Autoradio bis zum Anschlag aufdreht und die italienischen Lieder lautstark mitgrölt. Um 5.30 Uhr sind sie heiser und hören auf.

Karfreitag, 10.04.

Nach unruhiger Nacht starten wir um 8.00 Uhr mit der S-Bahn von der nur 3 Minuten zu Fuß entfernten Warschauer Str. zum Reichstag. Als wir diesen erreichen steht schon eine ca. 100m lange Menschenschlange an. Wir reihen uns ein und warten geduldig ca. 20 Minuten. Dann spricht uns das Aufsichtspersonal an, wie alt die Kinder seien. Da die Buben noch nicht älter als 7 Jahre sind, brauchen sie nicht zu warten und wir dürfen über den Seiteneingang bevorzugt rein.

 

 

Wir besichtigen den Reichstag und laufen in der gläsernen Kuppel herum .Nach ca einer Stunde geht es dann weiter zum DDR Museum. Für 15 Euro Eintritt dürfen wir hinein, sind aber von der nur sehr kleinen Menge der Exponate enttäuscht. Außerdem ist das sehr kleine Museum völlig überfüllt. Nach 30 Minuten sind wir durchgeschoben und gönnen uns am Ausgang ein Eis.

Auch das Brandenburger Tor darf natürlich nicht fehlen.

 

                                                                         Birgit beim Trabbi fahren im Museum

 

Danach geht es an die Spree zu einem Mittagspicknick. Plötzlich fällt Fabian ein, dass er ganz dringend eine Toilette braucht, oh das ist schwierig. Nach 250 m Fußweg entdecken wir eines dieser neumodischen Toilettenhäuschen mit Musik gegen Bezahlung, aber es ist besetzt. Fabi hüpft von Bein zu Bein. In letzter Sekunde wird es frei. Es ist so eilig, dass ich den Benutzungspreis nicht lesen kann und einen Euro einwerfe. Das Klohaus kostet eigentlich "nur" 50 Ct, wechselt aber nicht.

Erleichtert kommt Fabian heraus und wir ziehen weiter zum Alexanderplatz, wo wir die Weltzeituhr bewundern.

Dann wollen wir zu den 21 m langen Wippen am Potsdamer Platz. Diese sind leider jedoch blockiert, man kann nicht darauf wippen, sehr zur Enttäuschung aller Kinder dort.

Nun ist es nach 14.00 Uhr und allen tun die Beine weh. Wir machen uns auf den Rückweg zum Wohnmobil. Dort eingetroffen trinken wir Kaffee und erholen uns. Nach einer Stunde laufe ich im Quartier umher und entdecke in der nächsten Parallelstraße zu Simon Dach Str., der Dirschauer Str. einen Pumpschwengelbrunnen. Wir nutzen die Gelegenheit und wir Männer füllen zusammen mit der Gießkanne 50 l Wasser nach. Alleine wäre es nicht gegangen. einer muß pumpen, der andere die Gießkanne darunter halten.

Am Ende der Revaler Str. entdecke ich einen großen Spielplatz. Spontan beschließen wir das Womo umzuparken. Wir Erwachsenen erhoffen uns eine ruhigere Nacht, die Kinder wollen zum Spielplatz. Vorher gehen wir noch alle im Haus in der Simon Dach Str. duschen. Nachdem die Kinder auf dem Spielplatz müde getobt sind gibt es Abendessen. Ich finde ein unverschlüsseltes Wlan und checke die E-mails. Die Kinder und Heike spielen Rommee, ehe um 22.00 Uhr alle müde zu Bett gehen. Hoffentlich wird diese Nacht ruhiger.

Samstag, 11.04.

 

Die Nacht war wesentlich ruhiger, wenn auch nicht völlig frei von grölenden Betrunkenen. Um 8.00 Uhr starte ich den Diesel und fahre die ca 2 km bis zum Beginn der Revaler Str. Birgit und Fabian helfen mir beim nur wenige Meter entfernten Kaisers einzukaufen. Wir kaufen Brötchen, Baguette und Aufschnitt. Im Womo wird dann ausgiebig gefrühstückt. Heike richtet Brötchen und wir starten mit der U-Bahn zur Stadt.

 

Unser erstes Ziel ist das KaDeWe.

 

                                                Impression aus der Feinschmeckerabteilung                    

Wir schlendern durch die Feinschmeckerabteilung, Heike stöbert in der Buchabteilung und Astrid kauft sich einen neuen Kopfhörer für ihren MP3 Player. Danach geht es weiter zur Gedächtniskirche.

 

Anschließend kaufen wir für Fabian und Heike ein paar neue Schuhe und picknicken zu Mittag. Gestärkt machen wir uns auf zum Checkpoint Charly. Dort besuchen wir für 18 Euro Eintritt das Mauermuseum und sind von den zahlreichen Exponaten, die den Erfindungsreichtum der Flüchtenden zeigen, beeindruckt. Leider dürfen wir nicht fotografieren. Inzwischen ist es nach 16.30 Uhr geworden und alle sind müde. Wir fahren mit S- und U-Bahn zurück zum Wohnmobil. Dort erwarten uns 33 Grad C, Außen sind es übrigens 25.  Nun fahren wir wieder zum Ende der Revaler Straße, wo wir in Spielplatznähe auch schon die letzte Nacht verbrachten. Die Kinder stürmen zum Spielplatz, ich koche, Heike liest. Nach dem Abendessen sehen wir zusammen im TV "Ab durch die Hecke", ich schreibe diesen Reisebericht.

Bisher hatten wir viel Glück mit dem Wetter, ständig Sonnenschein und Tags bis zu 25. Grad C, hoffentlich bleibt es so.

Sonntag, 12.04.

Heute ist Ostersonntag. wir schlafen lange, vor allem da mitten in der Nacht wieder betrunkene Jugendliche einen Riesenradau gemacht haben. Anschließend suchen die Kids Ihre Ostereier. Nach dem Frühstück stürmen die Kinder zum Spielplatz. Wir Erwachsenen genießen einen faulen Vormittag. Nach dem Mittagessen brechen wir mit der S-bahn auf zur Eastside Gallery um die verbliebenen 1,3 km von ehemals 162 km Mauer in Berlin zu besichtigen. Die Mauerreste werden gerade restauriert, Berlin hat erkannt, dass sie eine echte Touristenattraktion sind.

 

 

Nachdem wir wieder am Womo sind, spielen die Kinder Karten, ich schreibe Reisebericht. Morgen Mittag verläßt Heike uns und trifft sich mit der Studienreisegruppe. Da sie ehrenamtlich sehr engagiert ist, hat sie und andere Engagierte der SPD Abgeordnete Jörg Tauss nach Berlin eingeladen.

Montag, 13.04.

Unser Wassertank ist leer und so fahren wir erneut zur Dirschauer Str. zur Schwengelpumpe und füllen 60 Liter Wasser ein, da wir heute nachmittag wieder nach Hause fahren wollen, tanken wir nicht mehr voll.

Anschließend essen wir zu Mittag und fahren zurück zum Ende der Revaler Str. Heike fährt um 12 Uhr vom Ostkreuz mit der S-Bahn zum Treffen mit Ihrer Reisegruppe. Die Kinder sausen noch mal für 2 Stunden auf den Spielplatz, dann starten wir nach Stutensee. Der erste Stau erreicht uns schon nach wenigen Kilometern auf der Autobahn in Berlin. Auf dem Standstreifen steht ein alter Golf 2 mit übergekochten Kühler. Der Fahrer spricht uns an, ob wir ihm Wasser geben könnten. Na klar, können wir. Ich halte kurz an und fülle vom Berliner Wasser 6 Liter zurück in unsere Gieskanne, die der Golffahrer dankbar in seinen Kühler schüttet.

Danach geht es weiter. Es ist sehr viel Verkehr und ständig bilden sich Ministaus, die sich ca 50 km vor Nürnberg zu einem größeren auswachsen. Fabian entdeckt einen Mc Donalds und da es inzwischen 19.00 Uhr ist, fahren wir ab, tanken Diesel und essen bei der amerikanischen Fastfoodkette zu Abend.

Leider hat sich der Stau noch nicht aufgelöst und es dauert noch einmal eine Stunde, bis wir endlich wieder freie Fahrt haben. Um 0.30 Uhr erreiche ich müde und erschöpft Stutensee, die Kinder schlafen schon.