Schweden 2007

Nach 2005 wollen wir erneut nach Schweden starten.

Am 27.07.2007 starten wir gegen 15.30 Uhr, nachdem wir die Post bearbeitet und alle Anrufe erledigt haben.

Unser erster Halt findet in Reiskirchen, kurz vor Gießen, statt. Wir stürmen das örtliche Schnellrestaurant einer großen Kette. Nach 40 Minuten sind wir 25 € ärmer, allerdings nicht satt. Nachdem wir vollgetankt haben (14,5 l/100 Km), geht es wieder auf die Autobahn. Zahlreiche Staus, Unfälle und Baustellen später tanken wir gegen 0.20 Uhr kurz nach HH erneut voll und erreichen gegen 1.30 Uhr den Skandinavienkai in Travemünde. So rechtzeitig, dass wir sogar für die Nachtfähre einchecken könnten, allerdings sind wir erst auf 10.00 Uhr gebucht. Der freundliche Mitarbeiter der TT-Line weist uns einen Übernachtungsplatz am Hafen an. Gegen 2.00 Uhr fallen wir erschöpft ins Bett.

 

28.07.07

Um 6.00 Uhr werden wir vom Krach im Hafen wieder wach, um 7.00 Uhr stehen wir auf und frühstücken. Wir sitzen noch beim Kaffee, als eine Mitarbeiterin der TT-Line uns bittet einzuchecken.

Wir fahren durch die Kontrolle, um 500 m später wieder anzuhalten und die nächste Schlange zu beginnen. Nun trinken wir unseren Kaffee und die Kids fangen an zu nerven, mit "wann geht es endlich auf die Fähre?". Schlag auf Schlag kommen nun Wohnmobile, Wohnwagen und Pkw. 1 Stunde später geht es 1 km weiter, bis kurz vor die Fähre, die Verladung beginnt. Wir müssen nochmals ca. 20 min warten, bis auch wir auf die Fähre fahren dürfen. Das Boot wird voll bis zum letzten Platz, aber wir starten pünktlich um 10.00 Uhr. Die Kinder, zumindest die 3 Kleineren gehen zur Kinderbetreuung und werden Piraten. So sind sie schon mal 1,5 Stunden beschäftigt. Am Nachmittag gibt es nochmals eine Kinderbetreuung (jetzt verschwinden alle vier Kinder, nachdem Astrids Buch auch zu Ende gelesen ist) und im Anschluss "Ice Age" im Bordkino.

Um 17.30 Uhr fahren wir von Bord, nach 10 Minuten und ca. 5 km erwischt uns der erste Platzregen; wir sind in Schweden. So kennen wir das Wetter von vor 2 Jahren. Hoffentlich wird das noch besser.

Gegen 19.30 rollen wir auf einen großen Parkplatz, essen zu Abend und fallen alle um 21.00 Uhr erschöpft in die Betten. Dauerprasseln auf das Womodach lullt uns in den Schlaf.

 

29.07.07

Wir nehmen die ca. 150 km bis nach Urshult unter die Räder, in Kristianstad tanken wir und wechseln Geld. Auf dem Weg dahin gibt es immer wieder heftige Platzregen.

Unser Wohnmobil macht zum ersten mal in einem Urlaub technische Schwierigkeiten, wenn man auskuppelt oder in den Leerlauf schaltet, bleibt das Gaspedal hängen, der Motor dreht 2000 - 3000 Touren. Hoffentlich gibt sich das wieder.

Gegen 13.20 Uhr erreichen wir den Campingplatz Urshult, seit 13.00 Uhr regnet es nicht mehr und wir hoffen, dass es so bleibt. Nach einem gemeinsamen Mittagessen mit Oma und Opa stürmen die Kinder auf den Spielplatz. Die Sonne kommt heraus und das Thermometer erreicht 17 Grad C, die Mädchen gehen baden im See.

Allerdings hat der See auch nur ca 16-17 Grad, das Bad fällt daher kurz aus. In dieser Zeit spiele ich mit den Jungs Fußball, einige Kinder kommen hinzu und wir sind schließlich zu 8.

 

Danach bauen wir unser altes Zelt auf, als Überraschung für die Kinder, sie sollen darin schlafen. Wir sind gerade fertig, als der nächste Regenschauer kommt. Das gemütliche Kaffeetrinken müssen wir ins Vorzelt von Oma und Opa verlegen.

Die Kinder spielen in dieser Zeit im Wohnmobil am Laptop, zum Glück haben wir 2 Stück dabei und Stromanschluss. Nach dem Abendessen wollen alle 4 Kinder im Zelt schlafen, mal sehen ob das klappt. Jedenfalls wird es ganz schön eng und sicher auch kühl, am Abend sind es 15 Grad C, nachts werden es wohl kaum mehr als 11 werden und das Ende Juli ! Na ja, Hauptsache es regnet nicht. Nachdem das Einschlafen sich zu lange hinzog, mussten Marc und Astrid umziehen ins Womo.

 

30.07.07

Um 7.00 Uhr kommen ein gutgekühlter Fabian und Birgit ins Womo in unser Bett zum Aufwärmen, bei 11 Grad wurde es ihnen dann doch kalt.

Immerhin, die Sonne scheint und Opa fährt mit Marc im Paddelboot auf den Asnen-See um zu angeln. Sie schleppen einen Blinker nach, aber die Fänge bleiben aus.

 

Nach dem Mittagessen regnet es ein wenig , aber wir lassen uns die Stimmung nicht vermiesen. Opa geht mit Birgit, Oma, Heike und den Jungs zum Angeln vom Ufer aus, sie fangen insgesamt 7 kleinere Fische, die es morgen zum Mittagessen geben soll. Plötzlich bricht ein wahrer Regensturm herein, es schüttet wie aus Eimern und Opa muss im Vorzelt Gräben graben um das Wasser abzuleiten. Wir machen uns Sorgen um das Bettzeug der Kinder im Zelt; - zu Recht wie sich später herausstellt. Fabians Bettzeug hatte Kontakt mit dem Dach und ist nass geworden. Mühsam trocknen wir im Womo zuerst das Inlet des Bettes, indem wir es vor die Heizung hängen. Über Nacht hängen wir den Bezug quer im Womo auf, er ist mit Mühe und Not am Morgen auch getrocknet.

Die Kinder mussten zu ihrer Enttäuschung heute Nacht im Womo schlafen, im Zelt ist es zu nass und kalt. Abends sitzen wir Erwachsenen im Wohnwagen der Großeltern zusammen und schwätzen, während es draußen regnet.

 

31.07.07

Morgens regnet es immer wieder, z.T. recht heftig, es sind ca. 15 Grad C. Heike fährt mit Oma und Opa einkaufen, unsere Milch und Brot sind leer. An einen Angelausflug mit dem Boot ist bei diesem Wetter nicht zu denken. Ich spiele mit den Kindern Cocotaci im Wohnmobil. Später spielen Astrid und Marc am Laptop. Danach sitzen wir im Wohnwagen zusammen und spielen Hickhack im Gackelwack und Wort-Mau-Mau. Oma frittiert die Fische, die wir als Imbiss verspeisen.

Es regnet den ganzen Tag heftig und ausdauernd. Im Vorzelt von Oma und Opa fließen Bäche, Opa ist vom Regen sehr genervt und schmiedet schon Rückreisepläne. In Deutschland, erfahren wir aus den dt. Abendnachrichten regnet es auch stark und die Temperaturen fallen nachts ebenfalls auf 5-7 Grad C, tags werden ca. 21 Grad Celsius erreicht.

Die Kinder müssen wieder im Womo schlafen, das Zelt ist feucht und nachts wurden es in der letzten Nacht nur 5 Grad C.

1.8.2007

Heute regnet es nicht und wir erreichen einen "Hitzerekord", 18 Grad C. Morgens fährt Opa mit Birgit und Fabian mit dem Paddelboot. Wir nutzen diese Zeit und legen das Zelt trocken, auf dem Zeltboden stehen Pfützen und das Baumwollinnenzelt ist ca. zur Hälfte nass. Nachdem es einigermaßen getrocknet ist, bauen wir das Zelt ab und verstauen es im Womo, wir haben die Hoffnung begraben, dass die Kinder in diesem Urlaub nochmals darin schlafen werden.

Am Nachmittag paddelt Oma noch ein Stück mit Astrid, danach spielen wir Boule. Beim gemeinsamen Kaffeetrinken am Nachmittag sitzen wir draußen und stellen mit Freude fest, dass die meisten Sachen einigermaßen getrocknet sind. Allerdings sorgt Marc für Nachschub, er fällt mitsamt Stiefeln und Klamotten in den See. Insgesamt hat sich die Laune aller Beteiligten stark gebessert, alle genießen das schöne Wetter.

Wir hoffen, dass uns dieses schöne Wetter noch eine Weile erhalten bleibt. Falls es morgen wieder regnet, werden wir einen Ausflug ins Glasreich machen und eine Glasbläserei besichtigen. Bei gutem Wetter wollen wir eventuell Pilze suchen.

 

2.8.2007

Wir fahren nach dem Frühstück die Fischzuchtanlage des Freundes von Opa, von Helfried Hölke in Bälganet besichtigen. Vor 30 Jahren hatte Opa Helfried im Rahmen seines Wissens als Fischereibiologe Tipps zum Betrieb der Anlage gegeben. Opa und Oma hatten in der letzten Woche bereits eine Visitenkarte hinterlassen. Vom jetzigen Betreiber erfahren wir, dass Helfried die Anlage an ihn seit 1994 verpachtet hat und nach Deutschland zurückgekehrt ist. Er käme allerdings im Sommer noch gelegentlich zum Wildschweinjagen.

Seine geschiedene Frau Melitta wohne aber noch in Ronneby. Oma und Opa rufen dort an und wir werden spontan zum Besuch eingeladen. Wir verbringen eine unterhaltsame Stunde im Garten (für die Kids allerdings eher langweilig) und fahren dann nach Urshult zurück.

In Lunabakken machen wir eine schöne Wanderung, eigentlich ein Rundweg, allerdings ist das letzte Drittel vom Hochwasser überflutet und wir müssen umkehren. Trotzdem haben alle Spaß am Weg und wir können sogar den Pulli ausziehen und im T-Shirt laufen. Abends ziehen wieder Wolken auf und beim gemeinsamen Rommeespielen im Wohnwagen von Oma und Opa regnet es wieder ein wenig.

03.08.2007

Seit 7.00 Uhr regnet es wieder "Bindfäden". Wir machen unseren Ausflug ins Glasreich (ca. 60 km) und besuchen die Glasbläserei Kosta (Eintritt 20 SEK pro Erwachsener). Hier waren wir auch vor zwei Jahren, damals fast ganz allein, dieses Jahr ist Hochbetrieb, es reichen nicht einmal die zahlreichen Parkplätze. Der Besucheransturm trifft allerdings auf eine recht verwaiste Glashütte, es sind Betriebsferien und nur eine Notmannschaft macht einige wenige Schaustücke. Im Vergleich zu 2005 ist so enttäuschend wenig geboten.

Nach der Besichtigung nehmen wir einen Imbiss zu uns und fahren weiter zum Elchpark (175 SEK Eintritt für alle). Während wir durch den Park stapfen, lässt der Regen nach, um schließlich ganz aufzuhören. Nachdem Astrid zunächst vermutet hatte, außerhalb des kleineren Elchgehees gäbe es keine Elche und die Elchsafari würde sicherlich scheitern, können wir am Ende des Safari-Spaziergangs doch noch einen stattlichen Elchstier entdecken.

                      

 

Nach dem Besuch des Elchparks fahren wir zurück zum Campingplatz. Wir checken gleich aus, damit wir morgen früh starten können. Abends scheint sogar ab 17.00 Uhr die Sonne und Oma und Opa bauen ihr Paddelboot und das Vorzelt ab. Sie wollen morgen zurück nach Trelleborg fahren und anschließend nach Hause. Opa hat es in Schweden überhaupt nicht gefallen. Der Regen nervte ihn und die Fischfänge fielen auch geringer aus, als gehofft. Pilze konnten wir ebenfalls nicht finden, eventuell war es für die Pilze zu kalt. Für die Großeltern soll es der letzte Schwedenurlaub gewesen sein.

Abends entdecken wir noch einen Frosch im Gras vor dem Womo.

           

 

4.8.07

Wir schlafen relativ lang und so ist es schon fast 10.00 Uhr, als wir uns von Oma und Opa verabschieden und losfahren. Über Växjö, Jonköping geht es zunächst zum Vättern, wo wir eine längere Mittagspause einlegen. Dann geht es über Linköping und Norrköping  nach Stockholm und von dort aus weiter Richtung Uppsala. Bei unserem Nachmittagsrast an einer Schafweide wird Marc "von einer Giftschlange verfolgt.". Birgits Nachforschungen ergeben, dass sich offensichtlich tatsächlich Kreuzottern auf der Wiese auf den Steinen sonnen. Als sie uns die Schlangen zeigen möchte, sind sie jedoch verschwunden. Heike ist bis heute der Ansicht, dass es sich um Blindschleichen handelte....

Nachdem wir die Kids um 20.00 Uhr in die Betten verfrachtet haben, fahren wir noch bis ca. 22.00; es kommt uns zugute, dass es bis nach 22.00 Uhr hell ist. Schließlich übernachten wir an einer Raststätte der E 4 in Tönnebro an einem See. Zwar haben wir etwas Bedenken, da in Deutschland vor dem Übernachten an Parkplätzen an den Autobahnen (zumindest an der E 6) gewarnt wird wegen Überfällen, allerdings stehen hier ca. 10 Wohnmobile und 5 Wohnwagen so dass wir das Wagnis eingehen. Wir verbringen eine ruhige Nacht. Morgens spielen die Kids noch am See, so dass wir wieder erst um 9.30 Uhr starten.

 

5.8.07

Über Söderhamnn gelangen wir in der Mittagszeit nach Sundsvall, wo wir einkaufen und zu Mittag essen. Hier gibt es die leckersten Erdbeeren dieses Sommers zu kaufen, langsam in der Sonne gereift, Erdbeeren mit richtig Geschmack. Es sind echte schwedische Erdbeeren.

Nach der Mittagsrast geht es weiter nach Östersund, das wir gegen 17.00 Uhr erreichen. Wir steuern den Womo-Stellplatz des Womo-Führers am Storsjön an und stehen wunderbar ruhig in Gesellschaft weiterer 2 Wohnmobile. Wir spielen auf der weiten Freifläche Boule und Ball. Allerdings ist das Ufer des Sees völlig verdreckt.

Um 20.00 sehen wir die Nachrichten. Es ist hell bis weit nach 22.00 Uhr und morgens bereits ab ca. 4.00 Uhr. Die Kids sind kaum ins Bett zu bekommen.

6.8.07

Nach dem Frühstück baue ich meine Wlan-antenne auf, allerdings ohne große Hoffnung ein offenes Wlan - Netz zu finden. Wir sind von der einen Stadthälfte ca. 400 m, von der anderen Stadthälfte auf der gegenüberliegenden Seeseite ca. 1 - 1,5 km entfernt. Doch zu meinem Erstaunen empfängt die Antenne ca. 20 Netze, einige auch unverschlüsselt vom anderen Ufer des Sees aus! Von der "Landseite" ist der Empfang zu schwach. Offensichtlich wirkt sich die freie Seefläche positiv aus.

Wir lesen also unsere E-Mails bzw. löschen ca. 170 Spam-Mails und schreiben 2 mal in die Heimat, am Abend ist das offene Wlan vom Morgen zwar nicht mehr zu finden, wir finden aber ein anderes und schreiben mit meiner Schwester via skype einige Sofortnachrichten hin und her.

Einige Anmerkungen zur verwandten Technik und zur Nutzung fremder WLannetze.

Heute wollen wir ins Jamtli-Historieland, das macht aber erst um 11.00 Uhr auf. So können wir also unsere Internetaktivitäten in Ruhe beenden und stehen 10.50 Uhr vor den noch geschlossenen Toren des Museums.

Zum Historieland gehört auch das Jämtlands läns Museum, mit dessen Ausstellung wir beginnen. Wir leihen an der Kasse Headsets in deutscher Sprache aus, so dass wir uns durch die Ausstellung führen lassen können. Gleich zu Beginn können die Kinder das Ungeheuer des Storsjöns (noch nicht so bekannt wie Nessie) hinunterrutschen und einiges zum Ungeheuer anhören. Das Museum ist so interessant, dass wir Schwierigkeiten haben, Fabian und Heike nach einer Stunde hinauszubekommen. Die beiden hätten sich noch stundenlang dort aufhalten können.

 

Das wichtigste und bedeutendste Ausstellungsstück ist der Bildteppich von Överhogdal aus dem 12. Jhdt. Es ist der einzig erhaltene Wikingerbildteppich. Fabian und Heike hören alle drei möglichen Deutungen der Darstellungen an und sehen sich dabei die Teppichstücke intensiv an. Die drei möglichen Darstellungen: Götterdämmerung, Sigurdsage (Sigurd, der Drachentöter, kommt uns sehr bekannt vor - Nibelungensage) oder Christianisierung. Alles wird spannend erzählt und wir sehen uns auch die anderen Ausstellungsteile sehr gerne an, nur leider konnten wir nur einen Bruchteil der spannenden Geschichten anhören. Neben der großen Wikingerausstellung gibt es noch eine Sami-Ausstellung nach dem Jahreslauf der Rentierzüge, einen Teil über die Steinzeit, das bäuerliche Schweden im 16. - 18. Jhdt., Feste bei den Schweden und den Sami,  Marktbauern und vieles andere. Da das gesamte Historieland aber um 17 Uhr schon wieder schließt und es heute sehr schönes Wetter ist, beschließen wir, zur Außenausstellung überzugehen. Dort finden sich viele alte nachgebaute und "übergesiedelte" Häuser in einem historischen Freiluftmuseum, das z.T. bewirtschaftet wird. Wir sehen u.a. den Marktplatz von Östersund aus dem Jahr 1895 mit einigen historischen Nachbauten, eine Shelltankstelle aus den 50er Jahren, eine Molkerei, ein Sommerlager für Kinder im Jahr 1942, den Hof eines reichen Bauers, der zugleich Polizist war, aus dem Jahr 1875 und viele Kinderattraktionen. Leider reicht hier der Platz nicht, um alles genau zu beschreiben, außerdem wollen wir Euch ja nicht langweilen.

Die Kinder sind begeistert von den Tieren, dem Kinderkraftwerk, der Molkerei, der Flößerei und den vielen Spielmöglichkeiten.

 

Nach dem Museumsbesuch gegen 17.00 Uhr sind wir alle hungrig, außer einigen trockenen Scheiben Brot und Sprudel hatten wir nichts zu essen mitgenommen. Wir machen uns auf die Suche nach einem Supermarkt, den wir an der Ausfallstraße nach Sundsvall schließlich finden. Nachdem wir unsere Vorräte aufgefüllt haben, erreichen wir gegen 18.00 Uhr unseren Stellplatz von letzter Nacht. Alle, außer Birgit, die sich am Morgen an einer Glasscherbe den Fuß aufgeschnitten hat, nehmen ein kurzes Bad im schneidend kalten Wasser des kältesten Sees Schwedens. (lt. Reisführer).

 

Danach probiere ich den Batterie zu Batterielader in Betrieb zu nehmen, bin mir aber nicht sicher, ob er funktionieren wird. Durch unsere intensive Laptopnutzung bzw. Fernsehschauen am gestrigen Abend fehlen ca 30 AH, ich hoffe diese morgen wieder nachzuladen. Zum Abendessen gibt es Pfannkuchen und mit Mühe und Not bekommen wir 3 der 4 Kinder um 21.30 Uhr ins Bett. Ich schreibe noch diesen Bericht und muss die Klokassette gegen die Reservekassette auswechseln. Länger als 1,5 Tage reicht uns eine Kassette leider nie.

7.8.07

Morgens ist es noch recht kühl, die Sonne kämpft mit einigen Wolken, aber wir frühstücken trotzdem draußen.

Danach machen wir uns auf zu Schwedens größtem Wasserfall, Tännforsen. Unterwegs an der E 14 leeren wir unsere Toilettencassetten und den Abwassertank an einem vorbildlich ausgestatteten Toilettenhaus. Nur Frischwasser gibt es hier nicht.

Gegen 11.30 Uhr erreichen wir die Schokoladenfabrik, eher allerdings eine kleine Manufaktur, in Are. Wir hatten uns das mind. 5-10 mal so groß vorgestellt. Trotzdem kaufen wir einige Produkte und fahren dann weiter zum Skihang. - Skihang im Sommer? Der Sessellift ist in Betrieb und voll ausgelastet. Allerdings nicht mit Skifahrern, sondern mit Mountainbikern, die mitsamt ihren Rädern nach oben schweben, um dann in  einem Affentempo mit dem Fahrrad den Skihang herunterzusausen. Auch für "Apres-bike" ist gesorgt, die Restaurants sind gut gefüllt und überall ist Werbung für Abendveranstaltungen und Discos.

 

Ca. 20 km weiter machen wir Mittagsrast auf dem Parkplatz des Wasserfalles, zu dessen Besichtigung wir sodann aufbrechen. Der Wettergott spielt nun schon den 4. Tag in Folge mit und bei strahlendem Sonnenschein und 25 Grad C bedauern unsere Kinder nur, dass sie im Wasserfall nicht baden können. Uns Erwachsene beeindruckt der Wasserfall mit seiner wilden Schönheit. Bis zu 700 m³ fallen sekündlich in die Tiefe.

      

 

 

Dank des Waeco-Laders haben wir abends bei ca. 250 km Fahrtstrecke die Batterien fast vollgeladen, es fehlen nur 5 Ah. Allerdings erreicht er nur ca. 13,8 V Ladespannung und nicht wie sonst 14,2 V, wir werden das im Auge behalten.Update: Die Ladespannung bleibt während des Urlaubes so. Zu hause telefoniere ich mit Waeco und bekomme einen Tip, wie ich eine höhere Ladespannung einstellen kann. Das werde ich bei Gelegenheit versuchen.

Auf dem Rückweg tanken wir in Are sowohl Wasser als auch Diesel und beschließen, heute Nacht noch einmal in Östersund zu übernachten. Abends checken wir via "geliehenem WLan" nochmals unsere E-Mails, die Kinder spielen am Wasser und wir genießen noch ein kühles Bier, ehe wir müde vom Tage und den Eindrücken bei noch fast Taghelle um 22.30 Uhr ins Bett sinken.

 

08.08.2007

Heute wollen wir uns Richtung Wildmarksvägen aufmachen. Morgens fahren wir, nach ausgiebigem ruhigem Frühstück und einem "Hausputz" von Östersund aus los, auf der RV 45 Richtung Strömsund. Kurz vor Strömsund stehen wir zum ersten Mal im Urlaub in Schweden im Stau. Nach kurzer Zeit zeigt sich, dass ein Unfall uns aufhält. Offensichtlich ist eine Straßenbaumaschine während des Transports abgestürzt, über die Leitplanke gerutscht und beinahe in den See gestürzt. Mit vereinten Kräften von Feuerwehr, Polizei und vielen Baugeräten gelingt es endlich, die Maschine aufzurichten und wir können weiterfahren. Direkt nach der Unfallstelle biegen wir auf die 342 ab und finden uns auf dem Wildmarksvägen. Für unsere Mittagspause finden wir bei Torsfjärden eine sehr romantische Stelle und genießen das schöne Wetter, während es in Deutschland regnet.

 

Nach ausgiebiger Pause fahren wir Richtung Hällingsafallet weiter. 30 km Schotterpiste liegen vor uns, aber danach werden wir von einem wunderbaren Canyon entschädigt. Es ist der größte wasserführende Canyon in Nordeuropa.

 

Abends entfachen wir ein Lagerfeuer an der Grillstelle neben dem Womo. Das hat gleich 2 Vorteile, die Kids haben einen Riesenspaß mit dem Feuer und der Rauch hält die Schnaken (Stechmücken) ab, von denen es hier recht viele gibt.

09.08.07

In der Nacht vom Vortrag beginnt es zu regnen und morgens sitzen wir beim Frühstück lieber im Wohnmobil während ein feiner Nieselregen auf das Dach fällt. Wir nehmen die "Naturstraße", d.h. die Schotter- und Erdpiste in Richtung Gädedde in Angriff. 20 km später sieht unser Womo entsprechend aus, es trägt bis zur Unterkante der Fenster eine braune Bauchbinde aus Lehm. In Gädedde tanken wir Diesel und Wasser, beide Tanks waren nahezu leer.

Inzwischen hat sich das Wetter berappelt und im Laufe des Tages wird es immer besser. Ab nachmittags scheint die Sonne herrlich.

Nach der Versorgung fahren wir auf dem Wildmarksvägen weiter,  zunächst am Blasjön entlang, in Ankarede besichtigen wir die südlichste Sami-Siedlung.

Hier klettert Birgit auf eine Sami - Kote. Diese wurden durch kreisförmig aneinander gestellte Äste gebildet, in der Mitte zentral war die Feuerstelle, am Dach blieb die Mitte als Rauchabzug geöffnet. Wenn die Koten dauerhafter waren, wurden sie zusätzlich mit Erde und Steinen beschüttet als Isolation.

Beeindruckt sind wir bei der Fahrt über das Fjäll und spazieren dort auch einige Zeit.

Abenteuerlich fanden wir die provisorische Brücke über den Gebirgsbach

Leider können wir - zu Birgits Enttäuschung -  kein Schneefeld erreichen. Dann kommen wir zum  Trappstegforsen, erneut einem wunderbaren Wasserfall. Ganz in der Nähe übernachten wir am Litsjöforsen. Beide Wasserfälle werden vom Kultsjöan gebildet.

 

10.08.07

Nach wunderbar ruhiger Nacht werden wir, - ganz gegen unseren sonstigen Rhythmus erst um 08.30 Uhr wach. Die Kinder spielen nach dem Frühstück noch ein wenig auf den Felsen am Fluss, während wir das Geschirr spülen und einige Urlaubskarten schreiben.

Gegen 10.00 Uhr brechen wir auf Richtung Dorotea. Zuerst dachten wir, wir fahren nochmals quer rüber und nicht über Vilhelmina. Dann brechen wir jedoch nach ca. 10 km ab und kehren um, die Vorstellung noch weitere 60 km auf einer Naturstraße fahren zu müssen, schreckt mich dann doch ab und wir fahren auf einer asphaltierten Alternative bis Dorotea.

In Vilhelmina besichtigen wir nach Tanken und Mittagessen die Kirchenstadt und dann begehen wir den Sagastig am Kirchberg. Die Jungs sind so begeistert, dass sie mit Heike auch noch den 2. Rundweg (rote Markierung 2,5 km) Naturstig begehen. Es sind Wurzelwege und das gefällt den Jungs.

 Leider sind aber auf diesen Wegen sehr viele Mücken, so dass wir am Abend alle völlig verstochen sind. Weiter geht es dann nach Dorotea. An diesem Ort reizen uns mehrere Dinge, zum einen gibt es dort einen schwedischen Wohnwagenhersteller und ein Werksmuseum, zum anderen heißt Astrids beste Freundin so und wir wollen ein Erinnerungsfoto vom Ortsschild mit Astrid schießen. Außerdem gilt dieser Ort als südliches Tor nach Lappland.

 

Als wir gegen 16.30 Uhr den Ort erreichen, ist das Museum bereits geschlossen und ein Schild gibt Auskunft, dass werktags von 11 bis 16.00 Uhr geöffnet sei. Wir rätseln, ob der morgige Samstag wohl als Werktag zählt oder eher nicht. Da laut Reiseführer im Museum nur 5 Wohnwagen zu besichtigen sind und ich von der Schokoladen"fabrik" auch schon so enttäuscht war, beschließen wir, nicht bis morgen zu warten, sondern weiterzufahren Richtung Östersund.. Die Suche nach einem schönen Übernachtungsplatz (wir sind inzwischen verwöhnt) ist zunächst für ca. 40 km ergebnislos, da beschließt der Familienrat die noch fehlenden ca. 120 km bis Östersund dranzuhängen. Gegen 19.30 Uhr erreichen wir den Stellplatz, essen zu Abend und die ganze Familie duscht. - Gut dass wir morgen wieder Diesel brauchen, da können wir auch das Wasser nachfüllen.

Im Vergleich von vor 4 Tagen wird es nun schon gegen 22.15 Uhr dunkel, unglaublich wie schnell sich dies verändert.

 

11.08.07

In der Nacht setzt heftiger Regen ein und am Morgen steht unser Wohnmobil in einem "See", so fällt uns der Abschied vom Stellplatz leicht und wir starten in Richtung Asarna, wir wollen Schwedens höchstgelegene Landstraße befahren.

     

Wir ahnen nicht, dass uns insgesamt über 35 km "Naturstrasse" bzw.  Baustellenschotterpiste bevorstehen. Über viele Kilometer ist die Strasse eine einzige Baustelle und mit losem Schotter bedeckt. Über 10 km müssen wir sogar wegen des losen Schotters im 1. Gang fahren, den Rest im 2. oder 3. Mich als Fahrer entschädigen die zahlreichen Rentiere und anderen Tiere, die wir am Wegesrand und z.T. auf der Straße sehen nur bedingt.

Als wir schließlich den Gipfel erreichen, ist dieser in einer Regenwolke und die Sicht auf unter 50 m reduziert. Da lassen sich selbst die Rentiere wegen des Nebels praktisch nicht scharf fotografieren.

Nach einem kurzen Halt in der Samensiedlung Mittadalen geht es wieder abwärts.

Wir sind froh, als wir endlich wieder Asphalt unter den Rädern haben und machen am erstbesten Badplatz, der des Weges kommt, für heute Schluss mit der Fahrerei. Es ist 16.30 Uhr geworden und die Kinder kommen nach ein paar Minuten entnervt von den Schnakenschwärmen (Stechmücken) und vom Nieselregen wieder ins Womo. Wir sehen einen DVD-Film und spielen nach dem Abendessen einige Runden Rommee ehe wir alle erschöpft ins Bett fallen.

12.08.2007

Nach wunderbar ruhiger Nacht starten wir morgens zum Meteoriteneinschlag ganz in der Nähe zwischen Funäsdalen und Tännäs. Wir bewundern den tiefen Krater, den der Meteorit vor ca. 2000 Jahren geschaffen hat.

Danach geht es weiter über schwedische Landstraßen, an deren Rand wir viele Rentiere bewundern können. Abends machen wir einen Abstecher zum Bärenpark in Grönklit, allerdings nicht zum Bärenanschauen, sondern wir wollten auf dem Parkplatz davor übernachten. Wir werden von einem wahren Touristen"paradies" erwartet: Es gibt schlicht alles:

Mietpferde, Mietquads, 4x4 Ausflüge, Outdoortischtennis, Mietlanglaufskis mit Rädern, einen Angelteich gegen Bezahlung, einen Campingplatz, Miethütten....... Ein Feriendorf mit über 200 Miethäusern, die gut von holländischen Touristen besucht sind. Wir können uns kaum vorstellen, dass wir unbehelligt auf dem Parkplatz übernachten dürfen und essen nur zu Abend, die Kids spielen ein wenig auf dem Spielplatz und dann flüchten wir an den Fluß Örealf beim Örtchen Skattungen auf einen Badplats. Laut unserem Reiseführer soll dort neben Mülleimern, Trockenklo auch eine Grillstelle sein. Dies ist jedoch nicht mehr der Fall, der Platz sieht verwildert aus, und diese Einrichtungen sind alle nicht vorhanden. Aber uns reicht ja auch die idyllische und ruhige Lage.

Marc ist auf der Fahrt hierher bereits eingeschlafen und so spielen nur Birgit, Fabian und Heike Rommee, während ich diesen Bericht schreibe.

13.08.07

In der Nacht beginnt es wieder heftig zu regnen, und so beschließen wir am Morgen weiterzufahren. Es geht weiter auf dem Inlandsvägen (RV 45) über Orsa und Mora Richtung Karlstadt. Dort tanken wir Wasser und Diesel und kaufen ein. Über Mittag klart es auf und die Sonne läßt sich blicken. Ca 100 km später steuern wir bei Hanfors einen Badplats an. Die Kinder stürzen sich gleich ins Wasser um nach wenigen Minuten als tiefgekühlte Eiszapfen zurückzukommen. Inzwischen ist es 19.00 Uhr geworden und wir essen zu Abend und gehen alle früh zu Bett, von der vielen Fahrerei sind wir alle müde geworden.

14.08.07

Morgens weckt uns die Sonne und beim Leeren des Toilettentankes in das Badplatsklo entdecke ich, dass hier eine Mietstation für Draisinen ist. Wir erfahren, dass man hier insgesamt 13 km in einer Richtung auf einer stillgelegten Bahnstrecke fahren kann. Der Preis für 2 Draisinen und 4 Stunden beträgt 450 SEK, ca. 50 Eur. Wir richten ein Picknick und sausen los.

Ca. bei Km 10 gibt es einen 160 m langen unbeleuchteten Tunnel, den die Kids unbedingt befahren wollen. Danach schließt sich eine Gefällstrecke von ca 2 km an, die wir lieber nicht auch noch befahren. Die Draisinen sind ohne Schaltung und auf ebener Strecke fährt man wie mit einem Kinderfahrrad, d.h. man treppelt sich die Seele aus dem Leib. Bei Steigungstrecken ist die Übersetzung für die relativ schweren Draisinen (eine wiegt leer ca. 50 kg) dann eher zu groß, d.h. es ist sehr anstrengend die mit jeweils 3 Personen besetzten Fahrzeuge anzutreiben.

So wenden wir und fahren zurück. Ca. 1 km vor dem Tunnel ist ein kleiner Bahnhof, hier picknicken wir und machen Mittagsrast. Danach machen wir uns auf den Rückweg, für den wir etwa 1 Stunde brauchen. 

Zurück am Womo ziehen sich die Mädchen um und stürzen sich in den eiskalten See. Wir Erwachsenen genießen die Sonne, sitzen draußen und trinken Kaffee.

15.08.07

In der Nacht beginnt es mal wieder zu regnen und zum Frühstück sitzen wir in weltuntergangsartigen Regengüssen.

Da trifft es sich gut, dass wir sowieso heute weiterfahren wollten an den Vännern, einen der beiden großen Seen Schwedens. Unterwegs füllen wir noch unseren Wasservorrat nach und kaufen in Mellerud ein. Da wir in einer Stadt sind, möchte ich versuchen über ein offenes WLan meine E-Mails zu checken. Wir sind gerade einmal 50 m in ein Wohngebiet gefahren, als wir bereits das erste offene Wlannetz gefunden haben. Ich lösche ca. 80 Spam-emails und schreibe eine Antwort.

Gegen 12.30 erreichen wir die erste Empfehlung unseres Womo-Reiseführers. Allerdings erweisen sich auch hier die Informationen als veraltet. Aus dem Stellplatz sind private Flächen geworden, Rutsche und Trockenklo sind verschwunden bzw. nicht benutzbar. So fahren wir auf der RV 45 weiter und folgen ca. 30 km später einem Badplats-Schild erneut zum Vännern. Der Badplats (Skihall) erweist sich allerdings eher als Bootsplats, es gibt keine komfortable Möglichkeit ins Wasser zu gelangen (Wie ich später noch unfreiwillig feststellen werde). Dafür gibt es Bootsstege und haufenweise Boote. Zunächst wollen wir aber auch nicht baden, wir bewundern wie der Wind den See aufpeitscht und die Gischt auf den Steg schäumt und spritzt.

            

 

Für eine Stunde am Nachmittag lässt der Regen nach und die Kinder spielen draußen. Allerdings am Steg, wo sie von den spritzenden Wellen getroffen werden, was bei 3 von 4 zu komplett nasser Kleidung führt. Nach dem Umziehen spielen wir alle Fußball bis der nächste Regenguss uns ins Womo treibt.

Wir vertreiben die Wartezeit bis zu besserem Wetter mit Rommeespielen und Fernsehschauen. Um 19.00 Uhr nach dem Abendessen reißt der Himmel auf und die Sonne kommt heraus.

Die Kinder sausen raus und spielen Fußball, genau 3 Minuten lang, dann ist der Ball in den See geschossen. Der Wind hat ihn bereits ca. 15m vom Ufer weggetrieben als Fabian uns Bescheid sagt. Da ist guter Rat teuer, vom Ufer aus ist er nicht mehr zu erreichen und der Wind bläst ihn immer weiter auf den See.

Also schmeiße ich schnell alle Kleider bis auf die Unterhose von mir und stürze in den See.... nicht allzu weit, bereits nach 2 m versinke ich bis übers Knie im Schlamm, einen Meter später bereits fast bis zur Hüfte. Schwimmen kann ich aber noch nicht, da es noch zu flach ist. Also versuche ich mein Glück vom Steg aus, dieser ist aber ca. 1,5 m über der Wasseroberfläche und so ist es auch vom Steg aus schwierig ins Wasser zu gelangen. Ich versuche es also wieder vom Ufer aus und mit einiger Mühe gelingt es mir zu schwimmen. Ca. 15 m vom Ufer entfernt schlage ich mir plötzlich am Boden die Knie an, ich versuche zu stehen und versinke einige Meter später wieder total im Schlamm.

Als es endlich geschafft ist, sause ich unter die kalte Wohnmobildusche, um den Schlamm von mir zu spülen. Das Duschwasser erscheint mir gegen das Seewasser direkt warm.

16.08.07

In der Nacht gehen die wolkenbruchartigen Regenfälle weiter und so brechen wir nach dem Frühstück auf in Richtung Ljungby, dort wollen wir das Automobilmuseum (Lagangland) besichtigen. Wir erreichen es gegen 15.00 Uhr und machen uns schon Sorgen, ob die Zeit zur Besichtigung noch reicht. Nach dem Bezahlen des Eintritts (90 SEK ca. 10 Eur) stellen wir auf einen Blick fest, dass wir mit der Besichtigung der ca. 30 Fahrzeuge der Marken Chevrolet, Opel, Volvo, MB, Saab und Ford wohl kaum länger als eine Stunde beschäftigt sein werden. Wir sind erstaunt über den Andrang vor allem deutscher Besucher. Diese werden busweise angeliefert und besichtigen den angegliederten Elchpark. Diesen Eintritt sparen wir uns, wir waren ja erst vor einigen Tagen in einem solchen Park.

 

Danach geht es weiter Richtung Fähre, bei Ryfebäck in der Nähe von Helsingborg steuern wir von der E 4 Richtung Meer und finden einen schönen sturmgepeitschten Stellplatz direkt am Meer. Die Kids stürzen ans Meer, sie sind noch nicht ganz dort, als ein Gewitterregen einsetzt und sie völlig durchnässt. So langsam werden die trockenen und sauberen Kleidungsstücke knapp. In der Dusche türmt sich ein Berg nasser Wäsche.

    

 

Wir setzen einen Trend. Nachdem wir uns eingerichtet haben, tauchen, während wir beim Abendessen sitzen noch 3 weitere Wohnmobile auf und stellen sich zu uns.

17.08.07

Heute ist unser letzter ganzer Tag in Schweden. Wir sind nur noch ca. 100 km von Trelleborg, unserem Fährhafen, entfernt. Wir haben dort vor 2 Jahren ca. 3 km entfernt vom Hafen auf dem Infoplatz der Trelleborgskommun übernachtet und planen dies auch in diesem Jahr. Nach der Ankunft vor 3 Wochen hatte uns ein Blick aus dem Fenster beim Vorbeifahren bereits die Information gebracht, dass das immer noch möglich und die Infrastruktur (Toilettenhäuschen, Mülleimer, Parkbänke) noch vorhanden ist.

Unterwegs tanken wir nochmals Wasser und Diesel, kaufen ein und erreichen gegen 16.00 Uhr den Parkplatz. Es stehen bereits ca 15 Wohnmobile und einige Wohnwagen dort. Wir Erwachsenen trinken Kaffee, die Kids sausen draußen rum, später malen sie und schauen fern.

Ich probiere ob die WLanantenne mir auch hier ein ungesichertes Netzwerk liefert und tatsächlich, 3 ungesicherte und ca. 6 gesicherte werden empfangen. Allerdings ist nur eines der ungesicherten stark genug in der Feldstärke um einen Internetzugang zu ermöglichen. Die Distanz bis zum Wohngebiet beträgt ca. 300m. Aber ein ungesichertes reicht ja auch. Also checke ich nochmals die E-Mails und schreibe eine an die Familie daheim.

18.08.07

Heute geht es um 8.00 Uhr zur Fähre, um 9.00 Uhr ist Schluss des "Check in". Pünktlich um 9.00 Uhr fahren wir an Bord und ebenso pünktlich starten wir um 10.00 Uhr in Richtung Deutschland.

 

Im Internet bin ich auf die Seite www.wohnmobil-helden.de gestoßen die Ausflugsziele und Touren für Wohnmobile enthält. Wer gerne mit einem Wohnmobil nach Schweden möchte, sollte einen Blick auf die Webseite werfen.