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Einbau eines Batterie zu Batterieladegerätes

- Batterie zu Batterieladegerät

Nachdem wir nun doch einige elektronische Geräte, wie Fernseher, Laptop, Digitalkamera, Handy etc. mitschleppen, steigt natürlich auch der Strombedarf. Zwar fahren wir relativ viel, es brauchte aber immer recht langes Strecken, bis die Batterien wieder zu 100 % geladen waren. Grund dafür ist u.a. das die Originalelektroinstall-ation mit einem 2,5 qmm Kabel ausgeführt ist und der dabei auftretende Spannungsabfall bis zu den Verbrauchsbatterien recht hoch ist.

Außerdem ist die Starterbatterie ja praktisch immer voll geladen und die Lichtmaschine orientiert sich an deren Spannung, d.h. sie geht davon aus, dass die Batterien voll sind und regelt die Spannung noch herunter. Damit kommen bei den Zusatzbatterien nur noch ca 12,5 bis 13 Volt statt der benötigten ca. 14 Volt an. Abhilfe war also nötig. Zunächst versuchten wir diese durch eine Vergrößerung des Kabelquerschnittes auf ca. 12 qmm, was eine leichte Verbesserung brachte, aber nicht ausreichte.

Viele Wohnmobile werden u.a. deshalb mit einer Solaranlage ausgerüstet, was bei Einsatz eines Kompressorkühlschrankes auch sinnvoll ist. Da unser Strombedarf so hoch dann doch nicht ist, scheuten wir die Kosten und vor allem auch das Gewicht einer Solaranlage. Wir wollten versuchen ohne auszukommen.

Wir stießen dann auf einen Batterie zu Batterielader. Dieses elektronische Gerät wird bei laufendem Motor von der Starterbatterie gespeist und sorgt dafür, dass die Spannung an den Versorgungsbatterien bei ca. 14 Volt liegt, somit werden die Versorgungsbatterien viel schneller geladen. Nach unseren bisherigen Erfahrungen verkürzen sich die Ladezeiten auf ca. 1/2 bis 1/3. Wir sind mit dem Preis/ Leistungsverhältnis recht zufrieden und auch das Gewicht des Gerätes von ca. 1,5 Kg finden wir akzeptabel.

Das Gerät lädt mit bis zu 20 A die Batterien auf.

UPDATE:

Leider war die Haltbarkeit des Gerätes nicht überzeugend. So fiel unser erstes Gerät nach wenigen Wochen aus, es trat eine braune Flüssigkeit aus dem Gerät aus. Der Waeco-Service schickte uns ein Austauschgerät, auch dieses fiel nach kurzer Zeit aus. Dieses haben wir aufgeschraubt, der Kondensator auf der Eingangsstromseite war aufgeplatzt und auch dort trat braune Flüssigkeit aus. Der telefonische Kontakt mit dem Waeco-Service äusserte den Verdacht, dass unsere Lichtmaschine zu hohe Spannungen liefere, wir sollten die Spannungen messen, konnten aber keinen Fehler entdecken. Beim nächsten Austauschgerät das wir erhielten, behielten wir diesen Kondensator gleich im Auge und stellten bereits nach weniger als 5 Minuten Betrieb fest, dass sich dieser  auf ca. 50 - 60 Grad erhitzte.

Wir riefen deshalb Waeco an, diese meinten, das sei normal. Also ließen wir das Gerät eingebaut, es kam, wie es kommen musste, bei der nächsten Fahrt löste sich der Kondensator in Rauch auf, es sah aus, als würde das ganze Womo brennen. Wieder erhielten wir von Waeco anstandslos ein neues Austauschgerät, dieses werden wir aber nicht mehr verbauen. - Wir haben das Vertrauen in dieses Gerät verloren.

Der Service bei Waeco war immer sehr nett und wir erhielten insgesamt 3 nagelneue Geräte, das eigentliche Problem konnte jedoch nicht gelöst werden.

 

Das Gerät ist so angeschlossen, daß es die Versorgungsbatterien nur dann lädt, wenn der Motor läuft. Dies verhindert, dass die Starterbatterie entladen wird.

 

Das Gerät von innen:

 

Da wir nach wie vor zwar vom Konzept überzeugt, nicht jedoch von der Produktqualität sind, haben wir uns nun den "Mercedes" geleistet, einen Sterling Batterie zu Batterielader. Hier gibt es dazu Infos. Das Gerät funktioniert im Prinzip genauso wie das Waeco-Produkt, stellt aber eine Ladeleistung von bis zu 50 A bereit und macht einen wesentlich solideren Eindruck. Allerdings ist es mehr als doppelt so gross und wiegt 3,5 kg. Unter anderem aus diesen Gründen hatten wir uns damals gegen dieses Produkt entschieden. Daneben bietet es auch eine Temperaturüberwachung der Lichtmaschine und der Ladebatterie.

Zu diesem Gerät gibt es eine Fernbedienung bzw. Anzeige, die den aktuellen Ladestrom, Spannung etc. anzeigt. Dies haben wir dazu gekauft um besser über die jeweilige Ladung der Batterien informiert zu sein.

Wir hoffen, dass dieses Gerät nun die Haltbarkeit, aufweist, die wir erwarten.

 

Einbaubeschreibung Einbau Sterling B2B

Anschlussseite des Sterling B2B

 

Auf dieser Seite werden das Ladekabel von der Starterbatterie, zur Versorgungsbatterie und zur Masse angeschlossen

      Das Gerät in der Draufsicht

Der Aludeckel lässt sich abschrauben damit die Anschlüsse zugänglich sind.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf der Rückseite werden die Fernbedienung und die Temperatursensoren für die Batterietemperatur, Generatortemperatur und das Messkabel zu Aufbaubatterie abgeschlossen.

Unter dem Fahrersitz unter diesem Deckel ist die Starterbatterie

 

 

 

 

 

 

 

                       Der Deckel hochgeklappt

Das Batterie zu Batterieladegerät (B2B) muss an die Starterbatterie angeschlossen werden und laut Einbauanleitung von Sterling möglichst nahe an der Starterbatterie platziert werden.

Der Platz unter dem Fahrersitz war nicht ausreichend. Also musste ein anderer Ort gesucht werden. In Betracht kam der Einbau in die Sitzstaukiste der 2-Dinette hinter dem Fahrer.

So sieht die Staukiste von innen aus. Sie verfügt über einen Zwischenboden. Unter diesem befinden sich bereits von Challenger die Heizungsschläuche und Elektrokabel.

 

Zwischenboden herausgenommen

Der B2B wird an der Seitenwand der Staukiste verschraubt. In den Zwischenboden wird ein entsprechender Ausschnitt gemacht.

Nun müssen die Kabel verlegt werden. 2 Kabel zur Starterbatterie, ein Ladekabel zur Aufbaubatterie sowie ein dünnes zur Voltmessung der Aufbaubatterie. Bei der Gelegenheit werden die Sensorleitungen zur Messung der Temperatur der Aufbaubatterie und des Generators mitverlegt. Auch das Kabel der Fernbedienung wird gleich verlegt.

Dabei finden die Kabel die zum Motorraum, zur Starterbatterie oder ins Armaturenbrett müssen, unter den originalen Challenger Abdeckungen Platz.

Anschließend werden auf den Kabeln Ringösen verpresst und diese am B2B angeschlossen

 

Auf diesem Bild ist das B2B bereits angeschraubt und die Kabel angeschlossen.

Die schwarze Plastikabdeckung verdeckt auch die Originalladekabel von Challenger.

Auf dem linken Bild ist die Originalladeleitung zu sehen. Diese muss entfernt werden, damit der B2B nicht "im Kreis" lädt. Interessant ist der Querschnitt, ein 2,5 qmm Kabel soll lt. Challenger ausreichen.

Auf dem rechten Bild ist die neue Verbindungsleitung zwischen B2B und Starterbatterie zu sehen. Selbstverständlich mit einer 60 A Sicherung abgesichert und mit einem Wellrohr geschützt..

 

Auf der anderen Seite des B2B sind Fernbedienungskabel, Sensorkabel und Spannungsmesskabel angeschlossen. Die Sensorkabel waren zu kurz, können aber mit einem passenden Kabel beliebig verlängert werden. Wasserdichte Verschweißung mit einem passenden Schrumpfschlauch empfiehlt sich.

Nun wird die Fernbedienungsanzeige eingebaut. Dazu sucht man sich einen passenden Platz. Bei uns entschied ich mich dafür den 1,6 DIN Einbauschacht des Radios dafür zu nutzen. Die Anzeige benötigt keine weiteren Anschlüsse, sie wird komplett durch das Kabel zum B2B versorgt.

Das Spannungsmesskabel wird am Pluspol der Aufbaubatterie angeschlossen und misst deren Spannung. Diesen Wert vergleicht das B2B mit der von ihm abgegebenen Spannung und erhöht diese ggfs. um eventuelle Leitungsverluste auszugleichen. Sowohl Ladeleitung als auch Spannungsmessleitung sollten abgesichert werden. Bei der Ladeleitung empfiehlt sich eine 50 A Sicherung, bei der Spannungsmessleitungen reicht  1 A aus, wir hatten nur 3 A, was aber auch ok ist.

Die Fernbedienung und Anzeige

 

 

 

 

So, ein Blick auf das eingebaute Gerät.

Gestört hat uns dabei, dass die Kabel nicht vollständig abgedeckt waren und die Gefahr von Kurzschlüssen oder Beschädigungen durch Ladegut in der Staukiste besteht.

Wir entschlossen uns deshalb einen Schutz zu montieren. Dabei wurden wir bei einer Plastik-abdeckung unserer FI-Sicherungskombination unsers alten selbstausgebauten VW Buses fündig. Diese teilten wir.

  Diese Abdeckungen schützen nun die Leitungen zum B2B

Jetzt ist schon viel geschafft. Die Montage des Temperaturfühlers erfolgt auf den Minuspol der Aufbaubatterie

Der Einbau des Temperaturfühlers am Generator ist schwieriger, da die Lichtmaschine etwas unzugänglich verbaut ist und von einer voluminösen Plastik-abdeckung umgeben ist. Der Sensor soll auf das Metallgehäuse geschraubt werden. An unserer Licht-maschine gab es keine Verschraubung die wir hätten nutzen können. Wir entschieden uns dafür, den Sensor mit einer Schlauchklemme zu befestigen. Dabei umschließt die Schlauchklemme das gesamte Gehäuse und der Sensor wird mit seiner Verschraubungsseite damit festgeklemmt. Wegen der Enge im Motorraum ist es schwierig ein Foto davon zu machen.

Der rote Pfeil weist auf den Sensor und die Schlauchschelle.

Der Einbau benötigt etwa 3 Stunden. Vor der Montage sollte man sich aber mit dem benötigten Montagezubehör versorgen. Man benötigt neben den Lade-Kabeln in ausreichender Länge und Querschnitt ggfs. Verlängerungskabel für die Sensoren (2-adriges mit o,5 qmm ausreichend) Ein Kabel zur Messung der Batteriespannung (1 qmm ausreichend) 2x Hochlastsicherungen + Halter a 50 bzw 60 A, eine Sicherung + Halter a 1 A, ggfs. große Schlauchklemme, Schrumpfschläuche und Kleinteile wie Schrauben etc.

Die Originalladeleitung muss entfernt werden. Der B2B schaltet sich selbstständig ein, sobald er über die Spannungserhöhung durch das Laden der Lichtmaschine erkennt, dass der Motor läuft und die Lichtmaschine lädt. Würde die Originalleitung belassen würde das auch dann passieren, wenn bei Landanschluss (220 V Anschluss) die Starterbatterie vom Ladegerät des Wohnmobiles geladen wird.

Es käme zum Laden im Kreis. Moderne Elektroblöcke erkennen über die Spannungserhöhung beim Laden, dass der Motor läuft und schalten die Verbraucher frei (z.B. Kühlschrank). Das Entfernen der Originalladeleitung hat somit keine weiteren Nachteile, außer der Tatsache, dass bei 220 V Anschluss die Starterbatterie nicht mehr mitgeladen wird.

Dies ließe sich durch eine geänderte Installation verhindern (Einsatz eines Trennrelais hinsichtlich des B2B bzw der Originalladeleitung. Dies war uns aber nicht wichtig. Unsere Starterbatterie ist normalerweise voll bzw haben wir im Urlaub eh nie 220 V Anschluß. 

Nun doch Solar!

Im Sommer 2008 standen wir in Spanien an einem wunderschönen Fluß. Dort gefiel es uns so gut, dass wir 3 Tage am Stück blieben, dann eine kurze Ent- bzw. Versorgungsfahrt unternahmen und noch 1 Tag und eine Nacht blieben. Da stießen wir an die Stromgrenzen, da mangels Fahrtstrecken nicht nachgeladen wurde. Wir überlegten nun doch eine kleinere Solaranlage nachzurüsten.

Als wir für unter 600 Euro im Februar 2009 bei Ebay eine 120 WP Komplettanlage entdeckten, entschieden wir uns diese zu installieren.

Ein Problem war,- wie schon bei der Befestigung der Sattelitenantenne- das lose GFK-Dach unseres Womos. Die oberste Dachschicht wird von einer losen GFK - Bahn gebildet, die nur an den Rändern mit den Kantenleisten verschraubt ist bzw. durch die Dachluken fixiert wird.

Normalerweise werden die Solarpanele nur auf das Dach geklebt, wir befürchteten jedoch, dass der Fahrtwind der sich darunter setzt dann das Panel mitsamt der Dachbahn anhebt. Natürlich wollten wir auch nicht unnötig schon wieder Löcher ins Dach bohren. Wir entschieden uns deshalb dafür das Panel auf der einen Seite mit der Dachreling zu verschrauben, auf der anderen Seite jedoch nur zu kleben. Da die Halterung zwischen beiden Dachluken verklebt wurde, ist die GFK- Bahn an diesen Stellen relativ gut befestigt, so dass wir davon ausgehen, dass es die o.g. Probleme nicht gibt.

Hier ist das Panel auf dem Dach zu sehen. Im   Vordergrund die Dachluke vom Bad, im Hintergrund die Dachluke der Küche

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Seitliche Verschraubung an der Dachreling

Die Kabel bekamen wir mit einiger Mühe noch im Kabelkanal bzw. der Dachdurchführung der Sat-anlage unter. So mussten wir kein neues Loch ins Dach bohren bzw nicht die Dachdurchführung der Sat-anlage durch eine andere austauschen.

Der Regler findet seinen Platz im Elektroschrank im Inneren des Womos.

 

Wir sind auf die Erfahrungen in diesem Sommer gespannt.