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Home Nach oben TÜRKEI 2010 Teil 1 TÜRKEI 2010 Teil 2

 

 

11./ 12.08.2010: Mittwoch / Donnerstag Kilometerfressen

 

Nach vollbrachtem Tageswerk starten wir pünktlich um 17.00 Uhr in Stutensee. Wir planen die knapp 1000 km von Stutensee nach Ancona in dieser Nacht hinter uns zu bringen. Kilometerfressen ist also angesagt. Unterbrochen wird unsere Fahrt nur von 3 kleineren Staus und 3 Tankstops sowie einer ca. 1/2 stündigen Pause um halb 3 Uhr nachts, als ich merke, dass ich müde werde. Ein paar Schritte an der frischen Luft und ein heißer Kaffee wirken Wunder - ich werde wieder so wach, dass der Rest der Strecke problemlos ist. Gegen 05.30 Uhr, es wird gerade wieder hell, versuchen wir, wie 2006 wieder am Krankenhaus in Ancona zu parken. Leider geht dies nicht mehr, die Parkplätze sind abgeschrankt. Also suchen wir uns in der Nähe im Wohngebiet einen Parkplatz. Müde sinken wir ins Bett und tanken noch 2 Stunden Schlaf. Um 8.00 Uhr gehe ich im nahegelegen Supermarkt Milch und Marmelade fürs Frühstück kaufen.  

Gegen 10.00 Uhr starten wir den Diesel wieder und machen uns auf die Suche nach einer Tankstelle. Nach dem Volltanken fahren wir zum check- in am Hafen. Dort treffen wir einen frustrierten Deutschen, der Camping on Board (CoB) bei Minoan Lines gebucht hat und nun erfahren musste, dass es kein CoB mehr gibt. Er wurde gezwungen nun eine Kabine zu buchen und den Mehrpreis von 200 Euro zu bezahlen. Das werden wir nicht tun! Wir befürchten schon dass schlimmste, allerdings haben wir schon im Januar bei Anek- Lines mit CoB gebucht.

Zum Glück läuft alles problemlos und nach dem Check-in warten wir am Hafen auf unser Boot.

 

Wir haben großes Glück und bekommen den letzten Platz an einem Fenster. Zwar geht unsere Tür nur zur Hälfte auf, da eine Kiste mit Schwimmwesten im Wege ist, aber man kann nicht alles haben. Wir sind froh über die frische Luft. Mit leichter Verspätung die auf den großen Andrang zurück zu führen ist, legen wir gegen 16.30 Uhr Ortszeit ab.

Die Kids entdecken den Pool an Bord und stürzen sich ins Schwimmbecken. Danach duschen alle an Bord, es gibt Abendessen wir spielen noch ein Spiel und alle gehen früh zu Bett.

 

Freitag, 13.08.2010 Endlich in Griechenland

Schon um 8.00 Uhr Ortszeit legen wir im Hafen an. Das Frühstück fällt deswegen etwas hektisch aus. Auf super ausgebauter Autobahn brausen wir ca. 330 km bis Vrasna. Eigentlich ist das eine Mautstrecke, aber bis auf ein kurzes Teilstück für 5 Euro, ist es "heute gratis". Dann fahre ich ab um eine Mittagsrast zu machen, außerdem brauchen wir bald Diesel. Den gibt es sogar preiswerter als in Italien (119 Ct / L) Das Schild Beach lockt uns an den Strand, der einen wunderschönen Sandstrand und eine schöne ebene freie Fläche zum Parken bietet.  Alle stürzen sich ins badewannenwarme Meer. Nach dem Mittag machen wir uns auf zum örtlichen Lidl. Was keiner mehr wusste und uns erst dort auffällt; hier kauften wir schon 2006 ein. Damals musste man direkt daran noch vorbeifahren, heute führt die Autobahn weit davon entfernt vorbei.

Auf dem Rückweg zum Strand verfranzen wir uns im Wohngebiet und beinahe hätten wir uns beim Abbiegen das Heck des Wagens an einem Schild verschrammt. Es ist alles total grausam auf beiden Straßenseiten und überall zugeparkt .- Nichts für einen 4Tonner mit 7 x 2,4m! Obwohl das Heck Berührung mit dem Schild hat, bleiben Schäden glücklicherweise aus. Ich habe es gerade noch rechtzeitig im Spiegel bemerkt. Heike weist ein und mit 2x vor und zurück sind wir endlich um die Ecke.

Nun finden wir die richtige Straße und sind wenig später wieder an "unserem" Strand. Alle sausen bei 33Grad C ins Meer. Um 20.30 Uhr wird es dunkel und die Schnaken kommen zum Abendessen. Wir flüchten ins Womo und machen uns bettfertig.

Gegen 2.oo Uhr kommt ein angenehmer Wind auf, der endlich das Womo abkühlt und wir schlafen selig bis um 6.30 Uhr uns die Sonne wieder weckt.

 

Samstag 14.08.2010. Du suchtest wohl einen Dummen, der das Bett abbaut...

das ist der erste Satz, den ich von meiner besseren Hälfte höre, während ich schon draußen sitze. Heike suchte ihre Schuhe und ich vermutete, dass sie unter der zum Bett gebauten Dinette sind. Dort waren sie jedoch nicht, sondern im Fahrerhaus. Heike vermutete, ich hätte das nur deshalb gesagt, damit sie statt meiner das Bett abbaut.

Nach ruhiger Nacht frühstücken wir. Heute wollen wir weiter Richtung TR, Wasser brauchen wir auch. Unser Stutenseer Wasser ist bis auf 20L verbraucht. Die Kinder sausen alle noch mal ins Meer und müssen nach einer Stunde mühsam überredet werden, wieder zu kommen, Auf der super ausgebauten Autobahn halten wir am Luxusklohaus, ver- und entsorgen. Bei fast 40 Grad C nehmen wir die ca.250 km in Angriff bis zur türkischen Grenze unter die Räder. Nach insgesamt 5 umständlichsten Kontrollen, bei denen jeweils alle Kinder aussteigen müssen damit der Zöllner prüfen kann ob die Kinder auch zu den Pässen "passen", sind wir nach ca. 30 Minuten über der Grenze. Auch das Womo muss in den Pass eingetragen werden. Für Verwirrung sorgt, dass Astrid der Halter des Womos ist und nicht Gernot. Glücklicherweise wollen wir nicht ausreisen, der Stau ist mehrere Kilometer lang!

In Eceabat setzen wir mit der Fähre nach Canakkale über (ca. 18 Euro) von hier fahren wir nur noch ca. 10 km zu unserem heutigen Tagesziel dem Strandbad von Güzelyali. Die Kinder stürzen los zum Strandbad. Leider stürzt Birgit zu wörtlich, nämlich aus dem Wohnmobil und verstaucht sich den Fuß oder gar noch schlimmer, verletzt sich ein Band. Der Fuß schwillt leider an und wir befürchten schon, dass Birgit ins Krankenhaus muss oder noch schlimmer, operiert werden muss.

  

Später am Abend, als das Strandbad keinen Eintritt mehr kostet, gehen wir Erwachsenen noch duschen. Danach gibt es Abendessen, ich tippe den Reisebericht und wir spielen noch 2 Runden Canasta. Um 21.oo Uhr sind es noch immer 32 Grad C.

 

Sonntag, 15.8.2010 Troja, wir kommen.

Morgens um 7.00 Uhr sitzen wir schon beim Frühstück, heute wollen wir Troja besuchen. Birgits Fuß ist stark angeschwollen und sie kann nicht auftreten. Obwohl wir für sie Eintritt bezahlt haben, muss sie leider am Womo bleiben, sie kann nicht laufen. 

 

Marc freut sich schon auf das nachgebaute Holzpferd.

 

 

Nach dessen "Inbesitznahme" besichtigen wir die Ausgrabungsstätte. Heike ist (wie immer) ganz beeindruckt, so toll und interessant hätte sie sich Troja gar nicht vorgestellt. Die Kinder stöhnen über die Hitze, es ist mit 36 Grad C allerdings auch sehr heiß. Mir gefällt am besten die kleine Höhle, aus der ein dünnes Rinnsal Wasser läuft. Dieses und der Schatten um den Höhleneingang machen die Hitze etwas erträglicher.

der bekannte Schliemanngraben in Troja

  

Impressionen aus Troja

 

Danach beschließen wir: Abkühlung tut not. Also auf zum klaren und eiskalten Gebirgsbach im Ayazma Nationalpark. Als wir dort nach einer Fahrt über menschenleere Straßen bzw. Sträßlein ankommen, staunen wir nicht schlecht. Fürs Parken wird kassiert und wir sollen zum "hinteren" Parkplatz fahren. Dies gelingt allerdings nicht, da der Fahrweg bis auf eine Restbreite von ca. 2m zugeparkt ist. Also müssen wir vorne bleiben und stehen direkt hinter dem Kassenhäuschen. Im nachhinein stellt sich heraus, dass das nicht der schlechteste Parkplatz war, der hintere, zu dem ich laufe, ist sehr weit vom Wasser entfernt.

der schöne Wasserfall

Wir Jungs stürzen los in Richtung Fluss. 100erte von Türken bevölkern jeden Quadratmeter der Flussufer. Über 30 Grillfeuer befeuern Grills und Kochstellen. Eine Familie hat ein Plastikbabybadewanne dabei, die überfüllt ist mit (Hammel?)fleisch. Wir  schätzen, dass es ungefähr 50kg Fleisch sein müssen. Die Luft ist rauchgeschwängert von den zahlreichen Feuern, es ist schon unangenehm. Egal, wir wollen uns abkühlen. Das ist gar nicht so einfach, alle Stellen, an denen man einfach ins Wasser kommt, sind von türkischen Familien belagert. Beim umständlichen Hineinklettern rutsche ich auf einem Stein im Fluss aus und plumpse fast hinein. Vielstimmiges Gelächter schallt von beiden Ufern. - Was soll es, wir sind endlich im Wasser, und das ist wirklich eiskalt. Man hat das Gefühl die Haut würde mit 1000 Nadeln gepiekst.

Ein Vergnügen nur für Jungs

Niemand der über 10 Jahre und weiblich ist, badet in diesem Fluss. Die Damen sind alle mit langen Gewändern und der Großteil mit Kopftüchern bekleidet und nur mit Essen kochen u.ä. beschäftigt. Sie hängen noch nicht einmal ihre Füße ins Wasser. Heike und die Mädchen trauen sich deshalb nicht zu baden, sie haben Angst Anstoß zu erregen. - Birgit trägt den Verlust mit Fassung, sie kann ja eh nicht laufen. Ihr Fuß ist stark angeschwollen, ich hole einen Eimer kaltes Flusswasser und Birgit kühlt den Fuß.

 

Montag, 16.8.10 Auf ins Krankenhaus!

Heike und ich machen uns große Sorgen um Birgits Fuß. Möglicherweise sind doch Bänder gedehnt oder gar gerissen. Also beschließen wir nach Izmir zu fahren um den Fuß röntgen zu lassen. Wenn eine OP nötig wird, wird Heike mit Birgit heimfliegen und ich muss den Urlaub mit dem Rest der Familie alleine verbringen. In diesem Moment ärgern wir uns, keine Reiserücktransportversicherung abgeschlossen zu haben. - Aber wir haben sie noch nie gebraucht.

Zuerst ver- und entsorgen wir noch am Klohaus, dann geht es gegen 8.00 Uhr los.

Bis Izmir sind es ca 300 km und Birgit darf ausnahmsweise in ihrem Bett liegen während der Fahrt, damit der Fuß nicht weiter anschwillt. Auf super ausgebauten Straßen und unter Übernahme des türkischen Fahrstiles erreichen wir Izmir in der Mittagszeit. Teilweise führt die Strecke 2 oder 3spurig durch Ortschaften, durch die mit nahezu unvermindertem Tempo gefahren wird. So kommt man zwar schnell voran aber ich fahre mit höchster Konzentration um nicht einen Unfall zu haben. Unterwegs sind es gegen 13.00 Uhr 43 Grad C und alle finden es zu heiß.

Wir machen Mittagsrast und Birgit wird, eingehend zu ihrem Fuß befragt, der ist fast vollständig abgeschwollen und sie meint doch keinen Arzt zu brauchen. Wir entscheiden weiter bis zum Strand bei Pamuçak zu fahren und notfalls von dort zurück zum Krankenhaus. An diesem Strand waren wir 2006 bereits einmal und wie man sieht, hat sich dort nicht viel verändert.

 

                                                2010                                                                                                    2006

Am frühen Nachmittag treffen wir dort ein und sind am ganzen Strand das einzige Womo. Die Kids stürzen los ins Meer und auch Birgit humpelt die 80m zum Wasser. Das Meer ist so warm, dass die Kinder es darin stundenlang aushalten. Erst gegen 20.00 Uhr essen wir zu Abend, umschwärmt von 1000 Mücken. Wir flüchten ins Womo, aber dort sind sie auch schon!

Im Laufe des Nachmittags gesellen sich 2 französische und - wie könnte es anders sein- 3 italienische Womos zu uns. Nun ist der kleine Strandabschnitt zugeparkt mit Womos.

Wir versuchen zu schlafen, aber im Womo sind es immer noch 37 Grad C,  nach 22.00 Uhr noch über 35 Grad C. Erst gegen Mitternacht können wir einschlafen, allerdings genervt von lauter Musik aus der Strandbar.

 

Dienstag, 17.08.2010  Die Polizei besucht uns

Heute ist Badetag und es wird mal nicht gefahren. Gleich nach dem Frühstück versammelt sich die ganze Familie im badewannenwarmen Wasser. Ich sorge mit der Markise, unseren Decken und Strandmatten für ein wenig Schatten, der Strand ist ja leider schattenlos. Die übrigen Womos fahren nach und nach ab und mittags sind wir wieder alleine.

Den Rest des Tages gestalten wir mit Spielen, Essen und Baden. Mittags ist es nicht ganz so warm wie gestern, "nur" 34 Grad C. Ich schreibe die letzen 3 Tage des Reiseberichtes nach, dazu hatte ich wegen Birgits Unfall weder Lust noch Zeit gehabt. Am Abend sehen wir im Fernsehen die Nachrichten. Heute sind wir alleine am Strand. Gegen 23.00 Uhr - wir liegen schon in den Betten- klopft es am Womo und jemand ruft "hello". Wir schauen hinaus und da stehen zwei junge Männer in Uniform, die "Jandarma". Sie quatschen irgend etwas auf türkisch, wir antworten auf deutsch und englisch. Das Englisch der Polizisten ist jedoch dürftig, nach einigem Überlegen meinen sie "no camping". Wir verspüren wenig Lust in der völligen Dunkelheit abzufahren und einen Zusammenstoß mit einem unbeleuchteten Eselskarren o.ä, zu riskieren. Darum meinen wir, wir würden morgen früh fahren und hier nun noch diese Nacht schlafen. Das verstehen sie nicht. Sie trollen sich zunächst und wir denken, sie seien zufrieden. Ca. 5 Minuten später kommen sie mit einem anderen Mann wieder, der soll dolmetschen. Er spricht etwas englisch, allerdings auch nicht allzu viel. Wir wiederholen unsere Aussage, wir würden morgen früh fahren. Er übersetzt und redet einige Zeit auf die Beamten ein. - Wir vermuten, er überredet die Polizei die Touristen in Ruhe zu lassen. Jedenfalls sind diese nun zufrieden, wünschen uns "good night" und trollen sich. Wir drehen uns um und schlafen weiter.

 

Mittwoch, 18.08.10 Baumwollschlösschen, wir kommen

Wir müssen ver- und entsorgen, Diesel brauchen wir auch schon wieder. Dann soll es noch mal zu den Sinterterassen von Pamukkale gehen.

Also laufen wir eine Tankstelle an und starten zum Baumwollschlösschen. Welch ein Unterschied zu 2006. Damals standen wir gratis und völlig einsam auf dem Riesenparkplatz und der Eintritt war günstig. Heute müssen wir fürs Parken bezahlen und sind bei unserer Rückkehr zugeparkt. Es muss erst der Busfahrer geweckt werden, damit wir abfahren können.

Beim Kassenhäuschen dann die nächste Enttäuschung; wir fragen nach den Eintrittspreisen und der Kassierer teilt uns mit, dass Kinder ab 14 bezahlen müssen. (da hatte er nur die Jungs gesehen) Also bestellen wir 2 Erwachsenenkarten und 4 Gratiskarten für Kinder. Doch nun muss Astrid plötzlich doch voll bezahlen, denn plötzlich kosten Kinder ab 13 vollen Eintritt. Als wir uns beschweren wollen, spricht der Kassier nur noch türkisch und kein englisch mehr. Zähneknirschend bezahlen wir über 30 Euro Eintritt.

An der Eingangskontrolle soll dann plötzlich auch Birgit mit ihren 11 Jahren voll bezahlen, nun wird's uns zu bunt und der Kontrolleur sieht an unserer Entschlossenheit, dass wir wohl nicht zahlen werden und so darf Birgit dann doch rein.

  Alle haben Riesendurst

Wir sind wie 2006 erneut beeindruckt von diesem Naturwunder und verbringen 3 Stunden mit der Besichtigung. Völlig ausgetrocknet erreichen wir unser Womo und trinken 3 Liter Wasser. Es sind 40,5 Grad C. Von oben haben wir den Campingplatz mit Schwimmbad gesehen und wegen der großen Hitze beschließen wir ganz gegen unsere Gewohnheit den CP anzufahren. Für 15 Euro dürfen wir uns einquartieren und alle stürzen sich in den Pool.

Donnerstag, 19.08.10  das Wohnmobil bekommt ein Pflaster

In Demre übersehe ich einen wahnsinnig hohen Querriegel zur Verkehrsberuhigung. Diese sind hier weder angekündigt noch farblich markiert. Es wird einfach Beton auf die Straße geschüttet und Betonsteine einbetoniert. Es gibt einen riesigen Schlag und die Hinterachse federt durch. Astrid sitzt gerade im Bett, hebt ab und als sie mit dem Popo wieder aufs Bett prallt, schlägt es 2 Latten aus dem Rost. Wir fahren an den Strand, quartieren wir uns bei einer Strandbar ein, die "ihren" Parkplatz als "Campingplatz" vermietet.

  Der Unglücksort

Ich beginne damit den Lattenrost auszubauen. Es müssen über 30 Schrauben in insgesamt 5 verschiedenen Längen abmontiert werden. Mit etwas Mühe gelingt es uns den Lattenrost wieder zu vervollständigen und beim Wiedereinbau verwechsle ich die längste Schraube mit der 2-längsten, Der Erfolg ist, dass die Schraubenspitze aus der Wand ragt, diese hat nun ein Loch. - Ich könnte mich wahnsinnig ärgern über meinen dummen Fehler. Das Loch verschließen wir mit etwas Klebeband und beschließen uns nicht zu sehr zu ärgern.

Aua, ein Loch über der Stauraumklappe, hier mit Pflaster "fachgerecht" verschlossen,

                                                   der erste Schaden am Aufbau in 8 Jahren.

 

Freitag, 20.08.10 Auf zu den Felsengräbern nach Myra, das Wohnmobil macht Probleme

Wir stehen extra früh auf um noch vor der größten Hitze die Felsengräber zu erreichen. Wir sind sowohl vom Eintrittspreis als auch von der Stätte selbst enttäuscht. Wir bezahlen 15 Euro Eintritt und 6 Euro fürs Parken um eigentlich nicht mehr zu sehen, als vom Parkplatz aus. Man kommt nur auf ca. 80m an die Gräber heran, alles ist abgesperrt und verboten.

Das Stadion in Myra

Unser Tip: Spart euch den Eintritt, Ihr seht vom Parkplatz genauso wenig wie innen.

Danach fahren wir in den Ort um die Nikolauskirche zu besichtigen, Heike ist ganz wild darauf, mich nerven die 5 Euro Eintritt pro Person und der Besucherandrang so, dass ich und die Kinder beschließen, lieber im Schatten zu warten, während Heike in die Kirche eilt. Während der Stunde, die wir auf Heike warten, kommt ein älterer Türke und schenkt Fabian ein Eis. Dieser traut sich nicht es zu essen und gibt es Birgit weiter. Der Türke mißversteht das und bringt ein neues Eis für Fabian und mich. Ich reiche es an Marc weiter, Astrid ist verschwunden und dressiert wieder mal streunende Hunde. Später kaufen wir ihr auch noch ein Eis.

   

Unser Auto macht wieder wie gestern sonderbare Geräusche während der Fahrt, vor allem nach einer längeren Fahrt mit kurzem Abstellen, wie z.B. beim Tanken.

Dann geht es weiter zu den brennenden Gasfeldern von Yanartas. In Cirali parken wir am Strand. Sofort kommt der Besitzer der nächsten Strandbar und verlangt 10 TL (ca. 5 Euro Parkgebühr) Ob dies berechtigt ist, bleibt offen, Wir stürzen ins Meer und verbringen den Nachmittag bei 39 Grad C am Wasser. Fabian fängt einen Saughalterfisch, der sich angeblich an ihm ansaugte und lässt ihn nach ausgiebiger Besichtigung durch die Familie wieder frei.

Als es langsam dunkler wird, starten wir zu den Gasfeldern. Über eine enge kurvige Straße erreichen wir nach ca 4km den Parkplatz. Wir bezahlen unseren Eintritt, alle kosten gleich, es gibt keine Kinderermäßigung. Nach anstrengendem Aufstieg erreichen wir nach ca. 15 Minuten die brennenden Felsspalten. Hier tritt Erdgas aus dem Felsen aus und entzündet sich durch die Hitze. Als es dunkel wird, bietet sich uns ein beeindruckendes Schauspiel. Gut vorstellbar, dass die Menschen in früherer Zeit an Geister glaubten. Für mich das bisherige Highlight der Reise! Zum Glück haben wir 2 Taschenlampen für den Abstieg in völliger Dunkelheit. Die Nacht verbringen wir wieder in Cirali am Strand.

 Ein wahrlich mystischer Ort, für mich das Highlight der Reise

 

 

Hier geht es weiter zum 2. Teil des Reiseberichtes